ScottyScout im Gespräch mit Andreas Richter

Andreas Richter ist der Vorstand der Ingolstädter Impro-Gruppe »g´scheiterhaufen«. Die künstlerische Leitung des Vereins liegt in der Hand von Daniela Richter. Als Theaterpädagogin kennt sie sich aus mit szenischer Animation, dem Spiel mit Spontaneität, Assoziation und Kreativität:

Für das Improvisationstheater »g´scheiterhaufen« ist die Geschichte um Viktor Frankenstein und das von ihm geschaffene Monstrum noch nicht zu Ende erzählt. Zugegeben der Schauerroman aus der Feder der englischen Autorin Mary Shelley erschien bereits 1818, eine absolute Erfolgsgeschichte. Die ganze Welt gruselt sich bis heute beim Lesen oder im Kino. Wichtigster Handlungsort ist Ingolstadt. Das 200. Jubiläum 2018 beschäftigt hier auch das Theater. So kommt die Erzählung vom lebendigen Toten, verweigerter Liebe und menschlicher Selbstüberschätzung nicht zufällig an Halloween auf die Bühne.

Aber wie entsteht beim »g´scheiterhaufen« eigentlich das Theaterstück? Einen fertigen Text, Dramaturgie und Regie gibt es kaum, einen Titel schon – »Das Grauen und … Frankenstein«. Noch wird geprobt – Bewegung, Textbausteine, Assoziieren: »Wir wollen die Emotionen authentisch rüber bekommen, das Grauen glaubhaft darstellen, den Horror reinbringen«, verspricht Andreas Richter. Die finale Inszenierung entsteht beim Impro-Theater grundsätzlich erst in der abendlichen Vorstellung, der Grund: Das Publikum ist der eigentliche Motor hinter dem Stück. Am Laufen halten ihn die Schauspieler mit Fragen an die Besucher, sie sollen abstimmen oder Stichworte geben. Nur so – im ständigen Austausch – entwickelt sich die Geschichte und entsteht das eigentliche und am Ende wirklich einmalige Theaterstück. So ist Improvisationstheater voller Überraschungen. Der Besucher erlebt zumeist eine sehr schnelle Handlung. Theatergenre und Drama-Formen lösen sich auf – Komödie und Tragödie – alles kann passieren, nacheinander oder parallel. In der Hauptsache wird es sehr unterhaltsam.

Den »g´scheiterhaufen« gibt es schon seit über 10 Jahren. Was die Mitglieder der Gruppe eint, ist der Spaß am Improvisieren, sich Ausprobieren. Mit dem Thema Frankenstein haben sie in diesem Jahr schon Tausende begeistert, jetzt folgt der krönende Abschluss des Jubiläumsjahres – ein Horror(film) von der Bühne, Grusel und Spaß garantiert.

Gut zu wissen

Improtheater g’scheiterhaufen theater e. V., www.gscheiterhaufen.de. Lernen kann Improtheater übrigens jeder, z. B. in der Theaterschule des Vereins. Aktuelle Termine auf der Webseite.

Der Abend zum Thema Frankenstein: »Das Grauen und … Frankenstein«, 31.10., 20 Uhr, Eintritt: 8-11€, Kunst-Werk im Klenzepark, Donaulände 5, 85055 Ingolstadt.

Dieser Text ist entstanden in Zusammenarbeit mit der Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH

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Mit Frankenstein ins Theater – Ingolstadt improvisiert 48.763063, 11.435995 Donaulände 5, 85055 Ingolstadt (Routenplaner)