Als einer der reizendsten Punkte gilt der Dachsberg. Mit Recht ein Lieblingsplatz aller märkischen Touristen. Auch Berliner huldigen ihm. Und das ist doch schließlich immer das Entscheidende!

Anmerkung der Herausgeber: Zum letzten Satz müssen wir dann doch eine Bemerkung einschieben. An der Bedeutung der Stadt Berlin und ihren Bewohnern für die Mark scheint sich bis heute nichts geändert zu haben. Das ist durchaus zwiespältig gemeint. Denn viele Brandenburger sind auf die Berliner nicht gut zu sprechen, gleichwohl wünschen sie sich immer auch den zahlreichen Besuch derselben. Das kannst du auf zahlreichen Werbebotschaften in der Hauptstadt lesen, in denen das Reiseland Brandenburg angepriesen wird. Aber wieder zurück zu den Aufzeichnungen von Theodor Fontane.

Aber den Dachsberg in Ehren, in Wahrheit sind es doch seine beiden Seen, wie namentlich auch die Schlucht, die diese verbindet, was seine Schönheit ausmacht. Die beiden Seen heißen der kleine und der große Tornow-See und die Schlucht heißt die Silberkehle. Von der Kuppe des Hügels herab überblickt man nur den kleineren See; Baumpartien fassen ihn ein und beschränken die weitere Fernsicht. Der kleine Tornow-See ist einer jener »Teufelsseen«, denen man in der Mark, an den Abhängen der Hügel so häufig begegnet. Ihr Name bezeichnet ihren Charakter. Das Wasser ist schwarz, dunkle Baumgruppen schließen es ein und die Oberfläche bleibt spiegelglatt, auch wenn der Wind durch den Wald zieht. Es ist, als hätten diese Wasser einen besonderen Zug in die Tiefe.

Nicht so der große Tornow-See, der fünfzig Meter tief seine breite und hellere Wasserfläche am Fuß des Berges ausdehnt. Unser Weg dahin ist die Silberkehle. Im Frühjahr, wenn der Schnee schmilzt, oder im Sommer, wenn die Regengüsse kommen, dann wird es wieder lebendig hier. Dann jagt das Wasser zu Thale, dann ist es wieder, als schäumten und klapperten hundert Räder hier, und wieder werden neue Bäume unterhöhlt und gefällt und die eingerammten Steine wie Kiesel weiter nach unten gerissen. Am Ufer des großen Tornow-Sees erhebt sich eine Villa, ein Schweizerhaus. Der Erbauer hat ihm den Namen »Haus Tornow« gegeben. Stille weilt rundum. Wein und Blumen ranken sich an Wand und Laubengang empor. »Friede« ist die Parole am großen Tornow-See.

Gut zu wissen

Die 8 km lange Wanderung führt von Buckow über den Dachsberg, Silberberg und zurück durch das Tal der Stobber. Eine Übersicht über diesen und weitere Wanderwege in der Märkischen Schweiz findest du auf der Webseite www.maerkischeschweiz.eu. Anreise mit der Regionalbahn bis nach Müncheberg, weiter mit dem Bus (Linie 928) nach Buckow.

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Wanderung um den großen und den kleinen Tornowsee 52.575672, 14.094772 Großer Tornowsee, Oberbarnim, Deutschland (Routenplaner)