Theodor Fontane beschrieb Falkenberg nordöstlich von Bad Freienwalde als »ein Dorf, das durch seine schöne Lage, vielleicht auch durch den schlichten Zauber des Ländlichen bevorzugt, dem eigentlichen Badeorte gefährlich zu werden droht.« Ganz besonders interessiert uns die Ida-Eiche. Sie liegt nördlich vom Cöthener Park, einem ehemaligen Landschaftspark, den Carl Friedrich von Jena in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts anlegen ließ. Wie sich herausstellt, haben wir uns auf eine echte Entdeckungstour eingelassen. Der Weg zur Ida-Eiche ist nur spärlich ausgeschildert, dafür wartet am Ende ein echt authentischer Fontane-Ort auf uns.

An der Cöthener Straße in Falkenberg liegt das Gehöft mit Waldgaststätte »Mon Choix«. Es wurde von eben jenem Carl Friedrich von Jena erbaut und als Wald- und Sommerhaus genutzt. Von hier aus wollen wir die Ida-Eiche besichtigen. Fontane zufolge befindet sie sich auf einer Bergkuppe, von der man einen noch schöneren Blick haben soll als von der Carlsburg. Direkt hinter dem Gehöft beginnt der Ida-Eichen-Rundweg. Wir wählen den rechten Pfad und gehen um einen steilen Berg herum bis zu einer verwunschenen Lichtung. Hier verliert sich der Weg, wo ist das Eichenblatt? Links neben uns entdecke ich weiter oben am Hang zwischen den Buchen alte Holzgeländer. Dieser Spur will ich folgen. Immer weiter hinauf, kein Weg, kein Schild, aber ich kann regelrecht spüren, dass schon Fontane sich beim Aufstieg an diesen Geländern festhielt.

Oben angekommen, gehen wir ein Stück auf dem Kamm entlang und da steht plötzlich die über 150 Jahre alte Ida-Eiche. Ganze Teile des einst stattlichen Baumes sind abgebrochen und liegen am Boden. Ein Ast ragt noch trotzig in die Höhe. Ob er noch einmal austreiben wird? Zu Fontanes Zeit befand sich auf der Eiche eine Aussichtsplattform: »eine breite Treppe, die sich spiralförmig um den alten Stamm der Eiche windet und oben in einem Rundtisch oder poetischer in eine ‚Tafelrunde’ ausmündet.« Muss das herrlich gewesen sein. Aber weder sind Spuren dieser Konstruktion zu erkennen noch kann man ins Tal blicken – alles ist von jüngeren Bäumen bewachsen. Trotz schlechter Beschilderung finden wir den Weg zurück zum Mon Choix.

Der kurze Ida-Eichen-Rundweg lässt sich gut kombinieren mit einer Wanderung auf dem Oderlandweg von Falkenberg nach Bad Freienwalde. Der Ida-Eichen-Rundweg liegt im Gebiet des Märkischen Bergwanderparks.

Gut zu wissen

 

Ida-Eichen-Rundweg (Der genaue Standort der Ida-Eiche ist mit dem Pin auf der Karte gekennzeichnet), 1,6 km, Start- und Endpunkt Waldgaststätte Mon Choix, Cöthener Weg 4, 16259 Falkenberg/Mark, im Haus befindet sich auch ein Puppenmuseum, www.kerstingreulich.de. Öffnungszeiten Mon Choix: Mi. – So. 11.30 bis 21 Uhr. Anreise: Parkplatz am Mon Choix, oder ab Regionalbahnhof Falkenberg/Mark (NEB 60).

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Bad Freienwalde Tourismus GmbH

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Mit Theodor Fontane eine Wanderung zur Ida-Eiche in Falkenberg 52.800050, 13.945384 Bad Freienwalde (Oder) Brandenburg, Deutschland (Routenplaner)