Himmelpfort. Mitten im Ruppiner Seenland gelegen, unweit von Fürstenberg und Lychen, fast schon Mecklenburg. Kannte ich als Weihnachtspostamt. In winterlicher Ruhe, mit pittoresker Ruine des alten Zisterzienserklosters und nebelverhangenem Stolpsee. Was wollte ich da eigentlich?

Beim Besuch im Sommer: Himmelpfort ist nicht wieder zu erkennen! Hat mit dem Weihnachtsmann nichts zu tun. Obwohl dessen Abbilder überall rumstehen und natürlich das Postamt plus Weihnachtsraum im Ort zu sehen ist. Stattdessen ist die enge Dorfstraße belebt. Autos fahren im Schritttempo, Radfahrer auf beiden Seiten und Fußgänger, die Schwierigkeiten haben, über die Straße zu gelangen. An der Schleuse gibt es einen Menschenauflauf, wenn Paddelboote und kleine Jachten die Schleusenkammer befahren. Auch die Radler stoppen.

In den Cafés und Bistros sitzen Städter, viele Berliner. Großstadtcharme in der Provinz. Ich höre von der gestrigen Party und lerne so einen neuen Hauptstadt-Club kennen. Mindestens ein ganzer Kiez muss heute beschlossen haben, einen Ausflug in die Natur zu machen. Sicher wollten sie Ruhe vor den Berlin-Touristen haben. Meine Tischnachbarn wollen noch in den Kräutergarten. Gerne.

Gut zu wissen

Himmelpfort ist etwas abseits an vier Seen — durch einen davon fließt die Havel — gelegen. Anreise mit den Bussen der Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) von Fürstenberg (Havel). Hier hält die Regionalbahn. Mehr Charme hat allerdings die Ankunft mit dem Boot oder dem Fahrrad, denn Himmelpfort liegt auch am Havel-Radweg.

Karte wird geladen - bitte warten...

Die zwei Seiten von Himmelpfort 53.176872, 13.229507 Klosterstraße, Fürstenberg/Havel, Deutschland (Routenplaner)

Pin It on Pinterest

Share This