Von Gastautorin Gundula Eichler

Selbst um die Wendezeit im Missionshaus Malche ausgebildet, ist Gundula Eichler – nach langen Jahren auf anderen Wegen – heute fest in der Gemeinschaft vor Ort verankert:

Ende des 19. Jahrhunderts befand sich der weitgereiste Pastor Ernst Lohmann auf der Suche nach einem Ort für die Gründung eines Werkes, das Frauen für den missionarischen und diakonischen Dienst in orientalischen Ländern ausbilden sollte. Der Malche-Gründer war beseelt von der Idee, die schwierige Lebenssituation der Frauen im Orient zu verbessern, mit der er auf seinen Missionsreisen immer wieder konfrontiert worden war. Mitstreiter fand er in der Familie von Hochstetter, die für den Aufbau des »Bibelhauses« nach und nach ihr gesamtes Grundstück mit den alten Obstbäumen im Malchetal zur Verfügung stellte. Bis zum 2. Weltkrieg sendete die »Frauenmisson Malche« ihre Schülerinnen in die Welt hinaus, danach widmete man sich, unter dem Dach der evangelischen Kirche der DDR, der Ausbildung für die innerkirchliche Arbeit.

Im kirchlichen Sinne ausgebildet wird in der Malche heute nicht mehr – ein inspirierender Ort des Zusammenkommens, des sich-findens und des Beschreitens von Wegen abseits des Gewohnten ist sie jedoch geblieben. Hier ist jeder willkommen – ob für einen kurzen Spaziergang durch den parkartigen Garten, für die Dauer eines Seminars, für einige Wochen im »Kloster auf Zeit« oder vielleicht ja sogar für immer als Teil der Malche-Gemeinschaft. Wir hier im Tal genießen den Austausch und die anregenden Gespräche, die sich mit den Besuchern oft ergeben.

Durch die idyllische Lage am Rande des Barnimer Höhenzuges kommen ins Malchetal auch immer mehr Wanderer, Familien oder Menschen die einfach »nur« den Trubel der Großstadt für eine Weile gedanklich hinter sich lassen und die umgebende Natur und den wunderbaren Garten mit der kleinen Quelle genießen möchten. Unsere Türen stehen jedem offen und einmal hier angekommen, kann sich kaum jemand dem besonderen Zauber des Ortes entziehen. Früher sind die Frauen der Malche in die Welt hinaus gezogen. Heute zieht es zunehmend Menschen hierher, auf der Suche nach Ruhe, Inspiration und der Besinnung auf sich selbst.

Gut zu wissen

Missionshaus Malche – Seminar- und Gästehaus, Malche 1, 16259 Bad Freienwalde, www.malche.net/gaeste, Tel. +49 (0)3344 429780. In der Nähe verlaufen der Oderlandweg und mehrere Regionalwanderwege. Angebot: Gästezimmer, Seminarräume, Selbstversorgerküche und großes Außengelände. Anreise: Haltestelle Bad Freienwalde Malche, Bus (Linien 878, 881, 883).

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Bad Freienwalde Tourismus GmbH

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Im Malchetal Ruhe und Inspiration finden 52.790700, 13.992400 Malche 1, 16259 Bad Freienwalde Brandenburg, Deutschland (Routenplaner)

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