Interview mit Elisabeth Hofmann (Naturpark Nuthe-Nieplitz)

Wir befinden uns hier, mit der Berliner Großstadtbrille auf der Nase, mitten im brandenburgischen Nirvana. Was erwartet die Besucher hier im Naturpark Nuthe-Nieplitz?
Das ist für die Besucher Erholung pur! Und man findet abwechslungsreiche Landschaften mit feuchten Niederungen in denen man viele Vögel beobachten kann. In der Nuthe-Nieplitz Niederung gibt es sehr gute Vogelbeobachtungstürme, von denen aus man einen besonderen Blick über die Landschaft hat. Und es gibt hier – ungewöhnlich für das sonst flache Land Brandenburg – kleine Berge. Die Glauer Berge und der Löwendorfer Berg. Die sind nicht sehr hoch, aber man kann tolle Ausblicke genießen. Außerdem gibt es im Süden des Naturparks das große Wildnisgebiet auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog-West. Das bietet tolle Möglichkeiten für Tagestouren zu Fuß. Das ist Wildnis pur.

Wo machen Sie auf Ihren persönlichen Touren durch den Naturpark Nuthe-Nieplitz besonders gerne Halt?
Meine Favoriten ist definitiv der Vogelbeobachtungsturm in Stangenhagen und das Wildgehege Glauer Tal. Dort kann ich Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Wenn man unter der Woche kommt, kann man gut runter kommen und entschleunigen.

Aus Berliner Sicht mag man denken: »Ewig weit weg!« Ihr (ultimatives) Argument für einen Ausflug in den Naturpark Nuthe-Nieplitz?
Eine kleine Oase in der Nähe von Potsdam und Berlin. Mit der Regionalbahn ist man vom Hauptbahnhof Berlin in einer halbe Stunde in Trebbin. Dann sind es mit dem Rad noch acht Kilometer zum Naturparkzentrum.

Fontane sagt: »Die Nutheburgen (…) Diese Fragen werden nie mehr gelöst werden.« Wir fragen trotzdem: Gibt es an der Nuthe Burgen?
Ja, es gab tatsächlich Burgen an den Standorten Saarmund, Beuthen und Trebbin. Heute ist davon jedoch nicht mehr viel zu sehen. Ich bin keine Spezialistin, habe mich aber umgehört. Es gibt nur noch Burgwälle zu sehen. In Trebbin wurde das Burggelände sogar rekonstruiert und Besucher können sich auf Infotafeln einlesen. Ansprechpartner ist der Heimatverein Trebbin. Die kennen sich aus.

Gut zu wissen

Der Naturpark ist von Berlin Hauptbahnhof mit der RE5 Richtung Trebbin in 30 Minuten zu erreichen. Von dort sind es bis zum NaturParkZentrum Nuthe-Nieblitz 8 Kilometer auf dem Fahrradweg. Weitere Informationen unter www.naturpark-nuthe-nieplitz.de.

Das NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal ist der Informationspunkt für den Naturpark Nuthe-Nieplitz. Es ist eines von 17 Besucherzentren im Bundesland, das über die Naturlandschaften im Land Brandenburg informiert. Eine Übersicht über alle Besucherzentren findest du hier bei ScottyScout: Übersicht Naturlandschaften Brandenburg.

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Entschleunigung pur im Naturpark Nuthe-Nieplitz 52.236657, 13.145785 NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal, Blankensee, Deutschland (Routenplaner)