Der Weg verbindet – wie der Name schon sagt – 66 Seen rund um Berlin miteinander. Der besondere Charme: Von nahezu jeder Etappe aus ist der Wanderweg von Berlin mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen und eignet sich damit hervorragend für Tagesausflüge.

Viel ist über diesen Weg schon geschrieben worden, einen „Geheimtipp” kann man ihn nicht mehr nennen. Es sei denn, man macht sich im Winter auf den Weg oder sucht sich Abschnitte des Rundwanderwegs, die sich etwas abseits der Hauptzugänge befinden.

Seit einigen Jahren schon genieße ich den Weg mitten im Winter. Was ich erlebt habe? Und warum es mein besonderer Tipp für Tagesausflüge im Winter ist?

Da sind zum einen die sehr einsamen Abschnitte, zum Beispiel ab Strausberg nach Rüdersdorf. Direkt hinter der S-Bahnstation kreuzt der Weg die Bahnschienen und verschwindet im Wald und in einem Naturschutzgebiet, den langen Dammwiesen. Der Schnee (wenn es welchen hat) ist kaum berührt. Streckenweise hat man eine weite Übersicht über Wiesen, die in Senken liegen. Wildspuren kreuzen regelmäßig den Weg. Während des Sommers sind diese Ansichten verborgen durch das dichte Laub der Bäume. Dann die Wegstücke direkt an den Seeufern, zum Beispiel am Stienitzsee. Langgezogen liegt er in der Landschaft. Ist er zugefroren und liegt Schnee auf dem Eis, bietet sich eine Fläche, die den größten Teil des Jahres einfach nicht vorhanden ist, weiß, glitzernd und glatt. Betreten sollte man sie aber dennoch nicht, es gibt dort viele unterirdische Quellen, die das Eis besonders am westlichen Ufer dünn und unregelmäßig machen.

Dann gibt es die Abschnitte, die auch im Winter eine ganze Menge Spaziergänger aus Berlin anziehen, zum Beispiel zwischen der Schleuse in Woltersdorf und Erkner. Da liegt der Flakensee. Beginn und Ende dieser Wegstrecke bieten auch Möglichkeiten zur Einkehr, das findet man nicht überall auf dem 66-Seen-Wanderweg. Deshalb sollte man vorsorgen und eine “Stulle” und eine Thermoskanne mit warmen Tee einpacken.

Je nach Wetterlage bieten sich auf diesem Weg verschneite Schneetunnel durch den Wald, nebelverhangene Eisflächen auf den Seen, bizarre Eisformationen an den Uferkanten, Wasservögel rund um offene Wasserstellen und nach einem Tag an der frischen Winterluft die Freude, zu einer heißen Tasse Tee auf direktem Weg in die eigene Wohnung zurück kehren zu können.

Gut zu wissen

Der Weg bietet etwas für jeden Geschmack und jede Streckenlänge. Beispiel: Mit der S5 nach Strausberg Bahnhof oder Hegermühle, von dort nach Rüdersdorf wandern (ca. 16 km). Gute Informationen und Kartenansichten zum 66-Seen-Wanderweg finden sich auf der Webseite www.wander-bahnhoefe-brandenburg.de

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Winter auf dem 66-Seen-Wanderweg rund um Berlin 52.506818, 13.817711 Stienitzsee, 15378, Hennickendorf, Deutschland (Routenplaner)