Zwei Bananen, vier Brote, eine Tafel Nussschokolade, zwei Würstchen, eine Cola und drei Liter Wasser – hoffentlich genug Gepäck für mein heutiges Vorhaben, 22 Kilometer bergauf und bergab durch den Märkischen Bergwanderpark, inklusive vier Turmbesteigungen.

Der Gipfelstürmerweg ist eine Verlängerung des Turmdiplomweges, der in der Nähe des Bismarckturms beginnt. Meine heutige Tour allerdings startet bereits am Bahnhof Falkenberg. Von hier ist es nicht weit bis zum ersten Aufstieg hoch zum Restaurant Carlsburg, von dessen Terrasse bereits Theodor Fontane den herrlichen Ausblick übers Oderbruch genoss. Ein Schlenker führt mich durch einen hügeligen Buchenwald, dann hinab in den Cöthener Park und an der Rothen Mühle mit ihrem verwitterten Wasserrad vorbei zurück auf die Hauptstraße.

Nun folge ich dem Fontaneweg, bis die letzten Häuser verschwunden sind. Hier erwartet mich ein steiler Anstieg in den Wald hinein. Oben angekommen, hole ich beschämt mein erstes Brot aus dem Rucksack und nehme einen schnellen Schluck Cola. Dabei geht es doch jetzt erst richtig los!

Der nächste Abschnitt ist sehr kontemplativ, eine Dreiviertelstunde lang wandere ich durch den Wald, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Plötzlich kommt mir die Gegend bekannt vor, jetzt befinde ich mich auf dem Kammweg, und da ist auch schon der Abzweig zum Bismarckturm. Der kurze Abstecher zum Turm kostet mich gut 20 Minuten, dafür genieße ich ein Stück Schokolade auf der Aussichtsplattform.

Von nun an deckt sich der Weg mit der Turmdiplomtour. Ich „erklimme“ den Watzmann und stürze mich todesmutig in die düstere Klamm, dann erreiche ich den Teufelssee. Hier macht der Wanderweg eine Schleife, die mich seicht, aber kontinuierlich bergauf führt. Im sandigen Wasser des Bächleins, das zunächst meinen Weg säumt, kühle ich meine Füße. Der Weg führt bis zum Waldrand und dann in luftigen Höhen durch lockeren Wald zurück zum See, Gräser kitzeln meine Beine.

Vom hier geht es nochmal ein gutes (und zuletzt ziemlich steiles) Stück durch den Wald bis zum Eulenturm und von dort in großem Bogen, die Bruchkante immer zur Linken, um Bad Freienwalde herum. Als ich am späten Nachmittag den Aussichtsturm am Galgenberg erreiche, ist die Cola leer und mir bleibt nur noch eine matschige Banane. Mein Fazit: Das war eine ordentlich sportliche Tour, aber machbar mit ausreichend Pausen und Proviant. Und: ein wunderschönes Naturerlebnis!

Gut zu wissen

Start der Wanderung: Bahnhof, 16259 Falkenberg (Mark), Endpunkt: Bahnhof Bad Freienwalde. Die Gipfelstürmertour ist eine Verlängerung des Turmwanderwegs und verläuft streckenweise auch auf dem Oderlandweg. Gesamtlänge: 22 Kilometer.

Mit der Besteigung der vier Türme können große und kleine Wanderer das Turmdiplom erringen: Informationen zum Turmdiplom und eine Karte mit allen Gipfelstürmer-Wegen findet sich auf der Webseite der Bad Freienwalde Tourismus.

Anreise: Bahnhof Falkenberg, (Regionalbahn)

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Bad Freienwalde Tourismus GmbH.

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Von Falkenberg nach Bad Freienwalde – Tagestour auf dem Gipfelstürmerweg 52.807354, 13.960834 Falkenberg Brandenburg, Deutschland (Routenplaner)