Heute wollen wir zu Fuß drei Orte erkunden, die Fontane im Zusammenhang mit Falkenberg am Rande des Oderbruchs beschrieb: Die Carlsburg, die Ida-Eiche und den Cöthener Park. Alle drei Orte, so viel wissen wir schon, sind das Werk von Carl Friedrich von Jena, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Gut im benachbarten Cöthen bewohnte.

Wir starten vom Restaurant Carlsburg. Bereits zur Zeit Fontanes befand sich hier ein Ausflugslokal. Wir umrunden das Gebäude, betreten die Terrasse und wissen genau, was er mit dem »besonderen Reiz« der Aussicht meinte: »die aparte Schönheit des Vordergrundes, des Dorfes Falkenberg selbst, über dessen Schluchten, Dächer und Türme hinweg der Blick zu der weiten, grünen Fläche des Bruches hinüber schweift.«

Von hier aus laufen wir ein Stück die Zufahrt zurück bis zu einem Wegweiser. Dem Blumen-Symbol folgend geht es durch lockeren Buchenwald hinunter vom Peschenberg ins Tal zum Gehöft »Mon Choix«. Hier wollen wir einen Schlenker machen, um die Ida-Eiche zu besichtigen. Fontane zufolge hatte man damals einen noch schöneren Blick von der Eiche aus als von der Carlsburg. Heute umstehen Bäume die Kuppe und die Ida-Eiche ist nur über einen verwachsenen Pfad zu erreichen – eine aufregende Entdecker-Tour.

Nach dem Abstecher zur Ida-Eiche gehen wir zum Wegweiser an der Cöthener Straße. Fontane beschreibt, wie er von der Ida-Eiche einem Bächlein durch den Cöthener Park folgt. Auch heute führt ein Weg am Bach entlang, aber ausgerechnet in diese Richtung zeigt kein Wegweiser. Wir wagen es trotzdem. Das war also einmal der Cöthener Park, ein Landschaftspark, den Fontane in einem leicht ironischen Ton so beschrieb: »Marmorköpfe, über deren Bedeutung an der speziell von ihnen eingenommenen Stelle vielleicht immer ein Dunkel walten wird, blicken rätselhaft aus allerhand Felsgemäuer hervor, und Delphine und Löwen speien Wasser und lassen es sich nicht anfechten, daß ihre alabasterweißen Unterkiefer von Eisenocker längst braun geworden sind.« Heute hat den Park die ungebändigte Natur zurückerobert.

Nach einer Weile erreichen wir einen künstlich angelegten Wasserfall, wenig später ein instandgesetztes Wasserrad, beides Relikte des alten Parks. Ab hier macht der Weg noch einen kleinen Schlenker, und dann folgen wir in gerader Linie dem Fisch-Symbol, bis wir am Sportplatz des Falkenberger SV herauskommen. Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Carlsburg. Was für eine Entdeckungstour!

Die Wanderung lässt sich mit dem Oderlandweg nach Bad Freienwalde kombinieren. Eine Detailbeschreibung der Entdecker-Tour zur Ida-Eiche findet sich hier »

Gut zu wissen

Rundwanderung durch den Cöthener Park. Vor dem Loswandern sollte man die Wanderkarte am Parkplatz vor der Carlsburg studieren. Restaurant Carlsburg, Burgstr. 9, 16259 Falkenberg/Mark. www.carlsburg.de. Öffnungszeiten Mo. – So. 12 bis 18 Uhr. Anfahrt: Regionalbahnhof Falkenberg/Mark (NEB 60). Parkmöglichkeiten vor dem Restaurant Carlsburg vorhanden.

Die speziell für Wanderer und Radfahrer konzipierte Oderbus-Linie fährt von April bis Oktober von Bad Freienwalde nach Wriezen und zurück. Der Oderbus bringt dich bis an den Fluss, zum Oder-Neiße-Radweg und zu den sehenswerten Orten der Region.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Bad Freienwalde Tourismus GmbH

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Mit Fontane durch die Falkenberger Höhen im Märkischen Bergwanderpark 52.802619, 13.957250 Burgstr. 9, 16259 Falkenberg/Mark (Routenplaner)