Es regnet in Strömen in der Stadt an der Elbe. Eine unangenehme aber nicht unpassende Atmosphäre in Dresden. In diesem Fall entscheide ich mich für das Panometer. Denn die Geschichte Dresdens – sei es im Barock in der Mitte des 18. Jahrhunderts oder 1945, als die Stadt in Schutt und Asche lag – ist nicht nur Prunk und Glanz.

So sieht es zumindest der Künster Yadegar Asisi, der im alten Gasometer etwas außerhalb des Stadtzentrums eine beeindruckende Stadtansicht von Dresden geschaffen hat. Das ist nicht nur etwas für Kurzbesucher und Kunstliebhaber. Auch Neuankömmlinge oder Alteingesessene können ihren Blick auf Dresden erweitern und etwas über die Geschichte der Stadt erfahren. In unendlicher Detailverliebtheit werden die Menschen auf dem Panoramabild von echten Schauspielern dargestellt und per Computergrafik eingearbeitet.

Dann sieht man auch eine ziemlich morbide aber wohl realistische Darstellung der Stadt. Bröckelnde Fassaden und Flohfallen unter den ausladenden Kleidern und Perücken im Barock, Ruinen nach dem Krieg. Außerdem ändert sich die Stimmung der Ausstellung kontinuierlich: Im Zeitraffer wechseln Tag- und Nachtansichten. Egal ob Barock oder die Atmosphäre in Dresden um 1945 herum – das Panometer ist meine Empfehlung für eine Abwechslung zum Stadtspaziergang oder für Schlechtwettertage.

Gut zu wissen

Asisi Panometer: Gasanstaltstraße 8b, 01237 Dresden, www.asisi.de. Mit den Bussen der Linie 74 bis zur Station Nätherstraße in Dresden Reick. Öffnungszeiten: Di. – Fr. 10 bis 17 Uhr, Sa. – So. sowie an Feiertagen 10 bis 18 Uhr.

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Der morbide Charme der Stadt im Asisi Panometer 51.025563, 13.788363 Gasanstaltstraße 8B, Dresden, Deutschland (Routenplaner)