Interview mit Heide und Siegmar George, Anwohner im Stadtteil Dresden Plauen. Zusammen mit anderen Aktiven organisieren sie Sportveranstaltungen für Flüchtlinge:

Wie kamt Ihr auf die Idee, einen Beachvolleyball-Platz aufzubauen?
Die Idee tauchte eines Tages einfach auf. Eine Plauenerin sprudelte damit heraus, als die Frage gestellt wurde, was für Projekte dem Stadtteil guttun könnten. Der Hintergrund war 2015 der Dresden-Start der Initiative Serve the city, die es in vielen Städten Europas und darüber hinaus gibt. Der Stadt oder dem Stadtteil Gutes tun, indem man sich zu einem konkreten Projekt zusammentut, das ist der simple Gedanke dieser Initiative. Und dann wurden Projekt-Ideen gesucht. Die Idee mit dem Beachvolleyplatz stieß bei uns schnell auf offene Ohren, weil wir sowieso gern Sport treiben.

Und warum fiel die Wahl auf den Stadtteil Plauen?
Plauen ist der Stadtteil, in dem wir sowohl mit unserer Gemeinde als auch über die Mitarbeit im Stadtteilverein verbunden sind. Und die Studenten sind dort sowieso zuhause. Ein Student wurde dann auch Projektleiter.

Worin siehst Du das Verbindende im Sport?
Das haben wir beim Volleyball erlebt, genauso aber auch beim Fußball-Spielen mit Flüchtlingen auf dem Sportplatz oberhalb des Plauener Gymnasiums. Für sie sind diese zwei Stunden am Samstag nach wie vor ein Highlight in ihrem Alltag, in dem das freundliche Zusammenkommen mit Deutschen viel zu selten vorkommt.

Du redest viel von »wir« – wer ist damit eigentlich gemeint?
Wir – das sind ein paar Aktive aus unserer kleinen Gemeinde in Plauen/Löbtau und der Stadtteilverein »Mensch Plauen«, die gemeinsam die Serve the city Initiative in Dresden an den Start gebracht haben. Es sind aber auch Studenten und Plauener Freiwillige, die einfach Lust hatten, mitzuschaufeln oder das Projekt Beachplatz finanziell zu unterstützen. Das Fußballspielen mit Flüchtlingen wird im Augenblick im Wesentlichen von unserer Gemeinde getragen, darf aber gern noch Kreise ziehen.

Gut zu wissen

Beachvolleyballplatz, Nöthnitzer Straße 40, 01187 Dresden, www.selberglauben.de. Der Sportplatz ist für alle frei zugänglich. Fußballspiele für und mit Flüchtlingen finden immer Sa. ab 10 Uhr am Fußballplatz des Gymnasiums Plauen statt. Anreise: Haltestelle Nöthnitzer Straße, Straßenbahn (Linie 3), Bus (Linie 85).

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Sportliches und soziales Engagement in Plauen 51.026446, 13.719339 Nöthnitzer Straße 40, 01187 Dresden (Routenplaner)

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