Zum ersten Treffen des Montagscafés im Kleinen Haus kamen 300 Menschen. Das Interesse übertraf alle Erwartungen der Organisatoren. Es wurde aber auch klar: ohne Unterstützung ist so eine große Anzahl von Menschen nicht zu bewältigen. Weitere freiwillige Helferinnen und Helfer wurden gesucht und gefunden. Integrationsarbeit ist ein wirkliches Anliegen und Thema des Montagscafés mit dem Ziel, mit Mitteln der Kunst Arbeitsmöglichkeiten und feste Stellen für Geflüchtete zu schaffen. Dresdner und Geflüchtete entwickeln hier gemeinsam neue »Formate«, in deren Rahmen Begegnung stattfindet. So sind in Eigeninitiative bereits eine Bauchtanzgruppe, Fotografie- und Schreibwerkstätten entstanden. Dies führt zu Integration.

Das Montagscafé wurde im Herbst 2015 als Reaktion auf den stärker werdenden Zuzug von Geflüchteten etabliert. Damit bezog das Staatsschauspiel Dresden als Kulturinstitution der Stadt klare Stellung gegenüber der wachsenden Fremdenfeindlichkeit in der Stadt. Das Montagscafé entstand gewissermaßen als ein »Gegenort« zu den Montagsspaziergängen der Pegidabewegung. Miriam Tscholl, Leiterin der Bürgerbühne, war maßgebliche Initiatorin. Organisiert wird das Montagscafé durch drei angestellte Mitarbeiter des Staatschauspiels Dresden sowie durch Freiwillige und im Ehrenamt.

Das Montagscafé ist Begegnungsort für Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe und ist ein Angebot für Ankommende. Geöffnet ist jeden Montag, außer in der Sommerspielpause, ab 15 Uhr. Es ist Raum zum Treffen, zum Austausch, zum Tee trinken und für Theaterworkshops. Ab 19 Uhr finden wöchentlich wechselnde Veranstaltungen wie Diskussionsrunden, Tauschbörsen, Lesungen, Filmabende und Konzerte statt. Ein Format der offenen Bühne ist »Arte migrante«. Hier kann man Musik, Tanz und Gedichte aus unterschiedlichen Kulturen erleben und Eigenes einbringen. Es geht darum, voneinander zu lernen und zu partizipieren.

Die Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Ankommenden. Deutschkurse sind ein fester Bestandteil und Universitäten informierten über Studienangebote. Die Besucher bekommen Informationen rund um das Thema Gründung und die Kontaktgruppe Asyl gibt Unterstützung. Ein besonderes Anliegen gilt den Frauen – sie werden speziell unterstützt, um am Montagscafé teilnehmen zu können. Parallel gibt es ein Kinderprogramm.

Gut zu wissen

Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden, Glacisstraße 28, 01099 Dresden, www.staatsschauspiel-dresden.de bzw. www.facebook.com/montagscafedresden, Tel. +49 (0)351 4913617. Öffnungszeiten: Mo. ab 15 Uhr Theaterworkshop, Frauencafé und Kinderprogramm, ab 17 Uhr Café, ab 19 Uhr wechselnde Veranstaltungen. Anreise: Haltestelle Albertplatz, Straßenbahn (Linien 3, 6, 7, 8, 11).

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Montagscafé im Kleinen Haus – Refugees are welcome here 51.061600, 13.750620 Glacisstraße 28, 01099 Dresden (Routenplaner)

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