Den Garten am Japanischen Palais haben wir für uns vor einigen Jahren im Sommer zufällig entdeckt auf der Suche nach einem entspannten Slackline-Spot in der Stadt. Dieser Teil des Gartens mit einer großen, etwas abgesenkten Rasenfläche, imposanten alten Bäumen und verschlungenen Rundwegen liegt eingebettet zwischen der Kleinen Marienbrücke und einer baumbestandenen Anhöhe. Die Anhöhe ist der letzte erhaltene Teil der alten Stadtbefestigung, erkennbar an der Sandsteinmauer auf der anderen, dem Japanischen Palais zugewandten Seite. August der Starke ließ das ehemalige Holländische Palais umbauen, um dort seine Porzellansammlung aufzubewahren und zu präsentieren. Die Freitreppe zur Elbe mit anschließender Mauer zeugt noch von dem alten Gondelhafen. Heute beherbergt das Palais verschiedene Sammlungen und besondere Ausstellungen, meist zu ethnologischen Themen.

In diesem öffentlichen Garten trafen wir uns an vielen Abenden, um die Kunst des Gehens auf der Slackline, dem »Schlaffseil«, zu üben. Die Atmosphäre ist entspannt, umgeben vom Grün des Gartens, im Hintergrund die Geräusche der Stadt, die untergehende Sonne färbt die gläserne Kuppel der Yenidze auf der anderen Elbseite. Aus der Ferne hören wir zwischen den vielen Geräuschen der Stadt angenehme Musik.

Eines Abends stiegen wir auf die Anhöhe und entdeckten auf der Rasenfläche vor dem Palais eine kleine provisorische Bühne, Liegestühle, riesige Matten zum Sitzen und Liegen. Unter den dachartig geschnittenen Bäumen der Lindenallee hinter den Sandsteinbalustraden der Terrasse standen Tische und Bänke. Diese Idee empfanden wir als genial — die lebendige Nutzung des historischen Gartens, die Einladung an Spaziergänger zum Verweilen und Genießen mit mitgebrachtem Picknick an warmen Sommerabenden, der Blick auf die Silhouette der von Lichtern verzauberten Altstadt auf der anderen Elbseite und über die großen Rasenflächen mit dem hinter den alten mächtigen Platanen durchscheinenen Japanischen Palais. Der »Palais Sommer« wird jährlich im August organisiert, im Mittelpunkt stehen neben Malerei die Klavier- und Hörspielnacht, Palais Poesie und Yoga im Park. Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist kostenlos.

Gut zu wissen

Der Garten am Japanischen Palais befindet sich zwischen der Augustusbrücke und der Marienbrücke unmittelbar an der Elbe. Er ist frei zugänglich. Informationen zum »Palais Sommer«: www.palaissommer.de. Anreise: Haltestelle Palaisplatz, Straßenbahn (Linien 4, 9).

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Palaisgarten – Treff der Slackline-Freaks 51.060548, 13.735957 Palaisgarten, Dresden, Deutschland (Routenplaner)

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