Die Stadt ist heiß und ich habe keine Lust, lange Wege ins Grüne zurückzulegen. Dann gehe ich im Prießnitzgrund spazieren. Er gehört zu den romantischsten Tälern in der Dresdner Heide. Die Prießnitz ist ein kleines Flüsschen, das die Dresdner Heide durchfließt und in die Elbe mündet. Es ist eines der saubersten Gewässer der Stadt.

Ein Wanderweg führt entlang des Baches bis nach Klotzsche. Gleich zu Beginn stehen bearbeitete Sandsteinstelen. Fabeltiere, Frösche, Bienen oder Mäuse schauen aus den Steinen. Ein dichtes Blätterdach spendet kühlen Schatten. Die Stadt verschwindet schnell. Immer wieder bricht der Wald in Lichtungen auf. Dort machen viele Familien mit ihren Kindern Picknick. Die Lichtungen am Fluss sind Sandstrände und laden zum Baden ein. Ich liebe es, die Schuhe auszuziehen und barfuß durch den Fluss zu laufen.

Jogger, Hundebesitzer und Mountainbiker nutzen den Prießnitzgrund gern als Trainingsstrecke. Zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert fanden im Tal mehrere erfolglose Bergbauprojekte statt. Einige zugemauerte Stollen zeugen noch heute davon. 1769/70 betrieb der Unternehmer Traugott Starke sogar eine Goldwäscherei! Die Prießnitz ist leider kein Klondike. Er fand Nichts. Der Goldrausch blieb aus. Doch wer weiß, wenn man heute sucht, vielleicht hat man Glück!

Gut zu wissen

Start: Garnisonkirche, Stauffen­bergallee 9 G, 01099 Dresden. Steige an der Kirche die Stufen hinunter. Die vorgeschlagene Route folgt der Prießnitz ca. 1 km und führt dann aus dem Tal hinaus zurück zum Alaunpark in der Dresdner Neustadt (Streckenlänge 3,7 km). Ein längerer Wanderweg im Prießnitzgrund bis Dresden-Klotzsche ist ausgeschildert (6,5 km).

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Das romantischste Tal – der Prießnitzgrund 51.075488, 13.761878 Prießnitzgrund, Dresden, Deutschland (Routenplaner)