Von außen fällt das Raskolnikoff mit seiner Mischung aus morbidem Charme und gehegtem Verfall auf. So sahen nach der Wende viele Häuser in der Äußeren Neustadt aus. Ich erinnere mich an meinen ersten Kontakt mit Dresden kurz nach der Wende. Ich übernachtete hier ganz in der Nähe in einem Altbau, das Licht im Hausflur funktionierte nicht, und für das Tor zur Straße hin hatten wir keinen Schlüssel, so dass wir über Hinterhofmauern klettern mussten.

Jetzt sieht es in diesem Stadtteil anders aus, aber ein bisschen von diesem alten Charme ist noch zu spüren, wenn man vor dem Raskolnikoff steht. Ein Schild vor dem Eingang weist auf die beschränkte Haftung für Diebstähle — trotz eingemauerter Eisenringe — hin: »Die hier abgestellten Fahrräder sind abzuschließen. Für auftretende Schäden kommt die Dienststelle nicht auf.«

Bis man die ersten Schritte durch die Eingangstür des Restaurants macht. Ein ansprechender Innenraum wartet auf Besucher. Für mich ein Platz, um mich mit Freunden und Bekannten zu einem gemütlichen Brunch zu treffen. Die Speisen auf dem ausladenden Buffet sind aus russisch angehauchter Küche. Hier tummeln sich viele »Neustädter«, weshalb es zeitweise etwas voll sein kann. An warmen Sommertagen kann man hinten im überdachten Garten sitzen.

Gut zu wissen

Restaurant & Hotel Raskolnikoff, Böhmische Straße 34, 01099 Dresden, www.raskolnikoff.de. Frühstück gibt es als Buffet oder à la carte. Im Raskolnikoff gibt es übrigens auch Übernachtungsmöglichkeiten. Anreise: Haltestelle Bautzner Straße / Rothenburger Straße, Straßenbahn (Linien 6, 11, 13).

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Brunch und mehr im Raskolnikoff 51.064390, 13.754970 Böhmische Straße 34, 01099 Dresden (Routenplaner)