Wenn ich eine Stadt erkunde, suche ich mir immer zuerst die Höhenzüge aus. Die gibt es auch in Dresden. Ein toller Spaziergang, besonders geeignet für heiße Tage, führt entlang dem Wachwitzgrund hoch über Dresden bis zum Körnerplatz direkt am »Blauen Wunder« auf der rechten Seite der Elbe.

Umsäumt von gemütlichen Winzerhäusern geht es entlang dem Wachwitzbach bergauf. Man hat nicht das Gefühl in einer Stadt zu sein. Ganz besonders an heißen Tagen, wenn im Stadtzentrum die Luft kocht, ist es in dieser Ecke von Dresden angenehm kühl. Der dichte Wald mit den großen Bäumen auf den steilen Hängen erinnert eher an ein Mittelgebirge. Und nicht nur kühl ist es hier. Auch die Fachwerkarchitektur der Häuser erinnert eher an eine ländliche Gegend und das in Laufweite von der Stadt entfernt. Nach einem Kilometer zweigt links der Eichendorffsteig ab – kleine Staffeln und Serpentinen durch den Wald bis ganz nach oben, auf die Berghänge über der Elbe.

Ausgeschildert ist der Weg als Teil des Fernwanderwegs »Dichter-Musiker-Maler-Weg« von Dresden in die Sächsische Schweiz mit einem grünen Ampelmännchen der Dresdner Verkehrsbetriebe und einer gelben Wegekennung. Oben angekommen führt der Weg durch ein Waldstück und man erreicht den Ortsteil Loschwitz. In der Herrmann-Vogel-Straße 2 hat der romantische Maler Ludwig Richter gewohnt. Eine wohlhabende Gegend mit alten Villen, gegenüber dem »Weißen Hirsch«, ebenfalls eine Villengegend. Im Vergleich dazu, ist es in Loschwitz aber deutlich ruhiger und weniger bevölkert von Touristengruppen. Hier führen die lokalen Bewohner ihre Hunde aus.

Gegenüber dem Restaurant »Schöne Aussicht« führt ein steiler, von alten Mauern umrahmter Weg, der Steinweg, über Stufen bergab zurück zur Elbe. Biegt man rechts in den Veilchenweg Richtung Körnerplatz ab, steht die »Winzersäule«, etwas versteckt rechts in einem Garten. Die mit Sonnenuhren bestückte Säule ist dem Weingott Bacchus gewidmet. Überhaupt ist der Weinbau sehr prägend in diesem Teil Dresdens. Kurz vor dem Körnerplatz läuft man unter der historischen Standseilbahn hindurch. Die zweite Bergbahn – eine Schwebebahn mit anderer technischer Ausführung – fährt vom Körnerplatz direkt zum hoch über Dresden gelegenen Stadtteil »Weißer Hirsch«.

Gut zu wissen

Ausgangspunkt der Tour: Von der Bushaltestelle »Altwachwitz« (Buslinie 63) an der Elbe ein Stück zurück laufen. Dort biegt der Weg bergauf in eine kleine Straße, den Wachwitzgrund ein. Am Ausgangs- und Endpunkt des Stadtspaziergangs gibt kleine Restaurants und Geschäfte, um sich zu stärken oder Proviant für den Weg einzukaufen. Webseite zum Dichter-Musiker-Maler-Weg: www.dmm-weg.de

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Von Wachwitz nach Loschwitz – Weinberge und Villen über der Stadt 51.045927, 13.837194 Am Wachwitzer Höhenpark, Dresden, Deutschland (Routenplaner)