„Schönes Wetter, Wochenende, raus aus der Stadt.“ Eine gute Gelegenheit für einen Ausflug in eine der Regionen der Mark Brandenburg. Und es ist so einfach: Fast jedes Ausflugsziel ist von Berlin aus innerhalb einer guten Stunde mit dem Nahverkehr zu erreichen – theoretisch. Die Realität sieht leider manchmal etwas anders aus.

Besonders an den Wochenenden merkt man, dass man nicht alleine ist mit der Idee für einen Ausflug. In den letzten Jahren ist das Fahrgastaufkommen des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) ständig gestiegen, das Angebot aber nicht hinterher gekommen. Nachbesserungen bleiben bisher in wohlmeinenden Beteuerungen stecken.

„Das verläuft sich“, denkt man. Tut es auch. Brandenburg hat genug Fläche, Seeufer und stille Wälder. Aber der Weg dorthin, der ist das Problem. Im Zug stapeln sich Räder und Rucksäcke und die Berliner Schnauze trägt ihr übriges zur Stimmung bei. Auf dem Rückweg kommt es noch dicker. Die Züge fahren teilweise nur stündlich und diejenigen, die schon in den vorhergehenden Zug nicht mehr hinein gepasst haben, drücken sich jetzt rein, koste es, was es wolle.

Also doch zum Auto greifen und auf nachhaltigen Lebensstil pfeiffen? Bis sich das Transportangebot verbessert hilft es schon, die innere Haltung etwas aufzupolieren: Einfach zusammen rücken oder freundlich um etwas Platz bitten.

 

Gut zu wissen:

Und wer sich doch für das Auto entscheidet, hat die Möglichkeit, über regionale CO2-Kompensation einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Projekt „MoorFutures“ ermöglicht es, Umweltbelastung durch Mobilität dort auszugleichen, wo sie entsteht: www.moorfutures.de