In Görlitz kann man sich an historischen Gebäuden — besonders der Renaissance und Barockzeit — satt sehen! Die unvergleichlich homogene Altstadt fasziniert jeden: Portale, reich gestalteter Fassadenschmuck und Hallen der Tuchmacherhäuser zeugen vom Selbstbewusstsein der Bürger und Kaufleute, die diese Stadt des »Sechstädtebundes« im Mittelalter prägten.

Als Modellstadt nach der Wende umfassend saniert, fühlt man sich heute hier unmerklich in mediterrane Gefilde versetzt — Cafés, Weinstuben, Restaurants und Boutiquen machen das Flanieren leicht. Möglichkeiten zum Ausgehen gibt es also ausreichend. Besonders gern sitze ich an der Neiße bei einem Glas Wein in der Vierradenmühle diesseits oder der Dreiradenmühle jenseits der Neiße und genieße den Blick auf den aufstrebenden Turm der Peterskirche.

Von der Dreiradenmühle auf der polnischen Seite der Neiße hat man einen Blick auf die Altstadt und gleichzeitig auf den Fluss. Auch kann man an lauen Sommerabenden die Sonne etwas länger genießen. Die Dreiradenmühle ist von weitem zu erkennen durch das farbige Mosaik auf dem Speicherturm. Es ist ein Mosaik der Künstler Vahan Bego und Michał Bulak und entstand als ein Projekt von Euroopera. Dieser polnische Verein steht unter anderem für die kulturelle Verbindung der beiden Städte Görlitz auf der deutschen und Zgorzelec auf der polnischen Seite der Neiße. So lässt sich beim abendlichen Wein mit Blick auf die Brücke ein Stück des Zusammenwachsens von Polen und Deutschland betrachten.

Gut zu wissen

Der auffällige Turm der Dreiradenmühle befindet sich direkt an der Neißebrücke zwischen Görlitz und Zgorzelec. Adresse: ul. Wrocławska 1, 59 – 900 Zgorzelec, www.piwnica.staromiejska.zgorzelec.pl (Webseite in polnischer Sprache).

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Ein Wein am Fluss – die Dreiradenmühle in Görlitz 51.158038, 14.994922 Wrocławska 1, Zgorzelec, Polen (Routenplaner)

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