Flüsse haben es so an sich, dass der Wasserstand steigt und sinkt. Im Falle der Neiße sehr stark und schnell. Anfangs fragte ich mich noch, wer wohl die Plastiktüten in 2,5 Meter Höhe im Neißetal in die Bäume gehängt hat. Vom (wildem) Zelten direkt auf einer Terasse an der Neiße sollte man deshalb absehen, auch wenn der Tag mit Radfahren noch so lang und anstrengend war und die nächste Übernachtungsmöglichkeit weit scheint.

Es gibt Zeiten, in denen Hochwasser ziemlich wahrscheinlich ist, wie im Frühjahr. Der Wasserspiegel kann aber auch überraschend in anderen Jahreszeiten ansteigen, wie im August des Jahres 2010, als ein Blitzhochwasser das Kloster St. Marienthal heimsuchte und große Schäden anrichtete.

Wegen des teilweise engen Neißetals zwischen Zittau und Görlitz kann es also vorkommen, dass man eine alternative Route zum Radfahren wählen muss. Hier auf der Karte ein solcher Vorschlag: Von Hirschfelde bis Görlitz über 33 Kilometer, der durch Dörfer führt und entlang dem Westufer des Berzdorfer Sees, einem ehemaligen Tagebau. In der Regel sind Umfahrungen wegen Hochwasser oder Reparaturarbeiten am Oder-Neiße-Radweg gut ausgeschildert.

Gut zu wissen

Aktuelle Hinweise zu Wasserständen geben die Webseiten der Hochwasserzentralen der einzelnen Bundesländer. Ein Überblick ist hier zu finden: www.hochwasserzentralen.de. Für Oder und Neiße gibt es detaillierte Daten vom Sächsischen Umweltamt – www.umwelt.sachsen.de – und vom Landesamt für Umwelt des Landes Brandenburg: www.luis.brandenburg.de

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Ausweichroute bei Hochwasser zwischen Zittau und Görlitz 51.049930, 14.905057 Kiesdorf a. d. Eigen, Deutschland (Routenplaner)