Es ist nicht immer dasselbe Wasser, das an der Stadt vorbeifließt. Trotzdem wundert sich die Oder, was aus der Stadt geworden ist. Einst Residenz und Zentrum des Tabakanbaus. Dann petroche­mischer Hauptort der DDR, jetzt Rest und Überbleibsel.

An Stelle des Schlosses steht nun das Uckermärkische Landestheater und die breite Straße, die darauf zuführt, heisst nun schlicht Lindenallee. Fürchterlich sieht es am Bahnhof aus, ein Unort und Schandfleck, dass man den Reisenden so etwas zumutet, bei ständig steigenden Fahrpreisen. Dem Bahnhof gegenüber residiert die Polizei und bewacht die einzige Attraktion, einen Kondomautomaten.

Gut zu wissen

Einen guten Eindruck von der ehemaligen Bedeutung des Tabakanbaus bekommt man im Kunstverein Schwedt. Dieser befindet sich in einem ehemaligen, denkmalgeschützen Tabakspeicher mitten in der Stadt: Galerie am KIETZ, Gerberstraße 2, 16303 Schwedt (Oder), Tel. +49 (0)3332 512410, www.kunstverein-schwedt.de

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Schwedt an der Oder 53.059473, 14.288650 Bahnhofstraße, Schwedt, Deutschland (Routenplaner)