Die schönen Dinge waren auf der anderen Seite der Neiße, sagen alte Gubener, die die Stadt noch ungeteilt kennen. Auf der anderen Seite im polnischen Gubin fallen auf den ersten Blick die leeren Stellen auf, die die Zerstörungen der letzten Kriegstage 1945 hinterließen. Man überquert die Neißebrücke und sieht alte Straßenzüge, die durch Grünanlagen führen, auf denen einmal Häuser standen. Nun gräbt man in Gubin die alten Perlen aus und veredelt sie. Eine davon ist die Ruine der alten Stadt- und Hauptkirche. Sie steht hinter Bauzäunen, nur wenige Meter hinter dem Grenzübergang.

Vor ein paar Jahren hat sich ein Verein aus Gubenern und Gubinern gegründet, der die Kirche aus dem 14. Jahrhundert Schritt für Schritt wieder aufbaut, nicht als Kirche, sondern als Kultur- und Veranstaltungszentrum. Den 60 Meter hohen Turm kann man schon begehen. Als nächstes soll ein leuchtendes Dach auf die Ruine gelegt werden.

Gut zu wissen

Der Turm der Stadtkirche ist für Besucher an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Mehr Informationen zum deutsch-polnischen Förderverein: www.stadtkirchegubin.de. Anreise: Bahnhof Guben (Regionalbahn) und zu Fuß über die Neißebrücke nach Gubin.

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Die ramponierten Perlen der Lausitz in Gubin 51.952280, 14.724855 Westerplatte, Gubin, Polen (Routenplaner)