Ein guter Start für eine Stadterkundung in Szczecin (Stettin) ist die Touristeninformation im Zentrum der Stadt. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Radweg östlich um das Stettiner Haff ab Szczecin fortzusetzen: Entweder die Regionalbahn nach Szczecin Załom, einem der Vororte, nehmen. Oder, da es an den meisten Straßen raus aus Szczecin Radwege gibt, diese Strecke – mit der notwendigen Vorsicht – mit dem Fahrrad bewältigen.

Auch wenn der Weg raus aus der Stadt nicht die Schönheit in Person ist – er hat eine ganz eigene Ästhetik mit alten Hafengebäuden, Graffiti und Ausfallstraßen. Am Schlossmuseum links vorbei führt der beschilderte Radweg am Hafen entlang über die nördliche Brücke der Oder. Von Weitem ist der Radweg gut erkennbar an seinem roten Belag. Entlang der Ausfallstraße führt der Weg durch die riesige Hafengegend von Szczecin – mit einem hervorragenden Graffiti rechterhand auf einer Lagerhauswand. Man hält sich immer Richtung Dąbie (Dabie) und Załom (Arnimswalde), bzw. Richtung Świnoujście (Swinemünde). Hinter Załom musst du ein Stück auf der stark befahrenen Landstraße fahren. Dies ist der letzte Berührungspunkt mit dem Schwerlastverkehr. Bald hinter Załom biegt die kleine Landstraße über Czarna Łąka (Wilhelmsfelde) in Richtung Lubczyna (Lübzin) ab. Bis Wolin (Wollin) ist die Radroute auf den Straßen gut ausgeschildert.

Die Landschaft öffnet sich wieder, in der Ferne lässt sich das Haff erahnen. Weite Wiesen, Birken-Kiefern-Wälder und Dörfer. Der Straßenbelag ist gut zu befahren. In Goleniów (Gollnow) gibt es ein Stadttor, das Wolliner Tor aus dem 15. Jahrhundert. Ab Modrzewie (Grünhorst) schlängelt sich die ruhige Landstraße durch Wiesenlandschaften und ab Kąty (Kanth) durch ein schönes Waldgebiet mit hohen Farnen.

In Hafen von Stepnica (Stepenitz), einem aufstrebenden Tourismusort, bekommst du wieder (einen der letzten) schönen Blicke über das Haff. Der auffallend schmucke Fachwerkbau direkt an der, zugegebener Maßen eher kleinen, Strandpromenade lädt zu einem warmen Essen ein. In Stepnica erkennt man den Strukturwandel in der Region: Zunehmender Tourismus schafft eine erste Infrastruktur, trotzdem wirkt das Dorf noch ärmlich. Hinter Stepnica geht es dann weiter zur Stadt und Insel Wolin.

Gut zu wissen

Tourismusinformation Szczecin (Stettin), ul. Korsarzy 34, 70-540 Szczecin. Vielfältige deutschsprachige Informationen findest du auch auf der offiziellen Webseite der Stadt: www.szczecin.eu/de. Wer auf diesem Abschnitt nach einer Übernachtungsmöglichkeit Ausschau hält, wird am ehesten in Stepnica (Stepenitz) fündig, gleich am Ortseingang gibt es Hinweisschilder, inklusive einer Campingmöglichkeit.

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Die Odermündung - von Szczecin (Stettin) nach Stepnica (Stepenitz) 53.534951, 14.761934 Komarowo, Polen (Routenplaner)