»Deutschlands kleinstes Mittelgebirge« — so preist sich die Region südlich von Zittau den Besuchern an. Und hält ihr Versprechen. Hier wechselt man kurz hintereinander von kleinen Tälern über (niedrige) Pässe in Panoramen mit steil abfallenden Felsformationen. Entsprechend ist die Region ziemlich touristisch, insbesondere der Ort Oybin. Die Schönheit der Natur, die dörfliche Architektur sowie die dampfbetriebene Schmalspurbahn entschuldigen dies aber. Besonders reizvoll sind die vielen Umgebindehäuser, die verschiedene Bautechniken (Blockbau, Fachwerk und Massivbauweise) miteinander verbinden.

Für Radfahrer gibt es eine Vielzahl an Radwegen, die irgendwie alle das Zittauer Gebirge »mitnehmen« wollen. Deshalb ist es günstig, sich vorab die Strecke zurechtzulegen und dann den Beschilderungen zu folgen, wenn sie in die gewünschte Richtung zeigen — oder eben eigene Wege zu fahren. Was ebenfalls einen eigenen Charme verbreitet: Das vornehmlich aus Vulkangestein bestehende Zittauer Gebirge ist von drei Seiten von der Grenze zu Tschechien umschlossen. Wer vom Weg abkommt landet also schnell an einem Grenzübergang.

Mit einer Rundtour über 28 Kilometer kannst du diesen schönen Flecken Erde erkunden, beispielsweise von Zittau aus auf dem Oder-Neiße-Radweg Richtung Quelle: Kurz vor dem Grenzübergang zweigt dann rechts der Weg in Hartau ab auf den Töpferblick. Am Ortsende rechts Richtung Olbersdorf und Jonsdorf. Die beschilderten Radwege sind sehr gut befahrbar. Manchmal folgen diese auch der Landstraße. Es geht sanft bergauf. Kurz vor Jonsdorf kreuzt der Weg die Schienen der Schmalspurbahn. Wer Glück hat, sieht die dampfende, pfeifende Lok vorbeistampfen. Während man in Olbersdorf noch »die Platte«, den sozialistischen Einheitsbau findet, erlaubt Jonsdorf einen ersten Einblick in die ursprünglichen »Bergdörfer« des Zittauer Gebirges.

Nach dem steilen Anstieg in Richtung Hain hat man es geschafft: Ein herrliches Bergpanorama mit Blick auf die Burg von Oybin breitet sich vor den Füßen aus. Steil führt die Straße wieder bergab. In Oybin stelle ich mein Rad ab und mache eine ca. eineinhalbstündige Rundwanderung über den Scharfenstein und die Töpferbaude. Dann habe ich das Gefühl, das komplette Zittauer Gebirge in mich aufgesaugt zu haben. Der Rückweg führt mich über den Olbersdorfer See nach Zittau. Ein schöner Start für den Radweg auf deutscher Seite.

Gut zu wissen

Das Zittauer Gebirge eignet sich auch gut für eine Übernachtung und als Start für den Oder-Neiße­-Radweg. Es gibt zahlreiche günstige Fremdenzimmer und Pensionen. Eine Übersicht findet sich auf der Webseite: www.zittauer-gebirge.com. Ab Zittau Bahnhof fährt die Schmalspurbahn nach Oybin: www.soeg-zittau.de

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Alternativroute - Felsformationen pur im Zittauer Gebirge 50.865013, 14.759601 Olbersdorf, Deutschland (Routenplaner)

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