Die Landgemeinde Harztor trägt ihren Namen zu Recht, hier befindet sich das südliche Tor zum Harz. Sie besteht aus mehreren Orten, die sich einmal im Jahr im April über den Harztorlauf, direkt miteinander verbinden. Die Läufer starten im Bergdorf Sophienhof, diesem nördlichsten Thüringer Punkt in circa. 550 Meter Höhe und laufen über Stock und Stein, bergauf und bergab, die weiteren Ortsteile Netzkater und Ilfeld streifend, um schließlich in Niedersachswerfen ihr Ziel zu erreichen. Dieser Halbmarathon ist sehr anspruchsvoll, das bergige Gelände verlangt den vielen hundert Sportlern wirklich alles ab und das Wetter ist oft mehr als wechselhaft. 2017 beispielsweise begannen die Läufer ihren Wettbewerb während eines Hagelschauers bei stürmischem Wind. Das ist nichts für Softies! Hart im Nehmen müssen aber nicht nur die Sportler sein, auch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die an der Strecke ausharren, den richtigen Weg über die Berge hinauf und wieder hinunter weisen, Getränke reichen oder Erste Hilfe leisten, kennen den auch im April noch eisigen Wind im Harz.

Gemeinsam mit vielen anderen Vertretern der Vereine aus Harztor stand auch ich an der Strecke, um die Läufer anzufeuern. Unsere Truppe musste ihnen den Weg einen schmalen Stich steil bergauf weisen und manch Läufer warf uns einen verzweifelten Blick zu. Aber alle Läufer schafften es am Ende bis zum Ziel. Chapeau!

Unser Standort befand sich nahe eines wirklich grandiosen Aussichtspunkts im Naturpark Südharz, dem Dreitälerblick oberhalb von Netzkater. Nachdem alle Läufer, auch dank unserer Hilfe, den Weg auf ihrem Halbmarathon gefunden hatten, konnten wir die großartige Aussicht auch genießen. Richtung Osten erblickt man das Brandesbachtal, das Ilfelder Tal im Norden und schließlich das Kalte Tal im Nordwesten. Direkt zu unseren Füßen liegt wie auf einer Miniatureisenbahnplatte die Ausflugsgaststätte Netzkater und bergab führt der Weg zum Bahnhof der Harzquerbahn. Einfach wunderschön! Eine Holzhütte bietet den Wanderern Schutz und eine Stempelstelle der »Harzer Wandernadel« befindet sich auch hier. Wir sind spätestens Ende April wieder an dieser Stelle, wenn der Harztorlauf viele hundert Läufer anlockt.

Gut zu wissen

Aussichtspunkt Dreitälerblick zwischen Ilfeld und Netzkater oberhalb des Besucherbergwerks Rabensteiner Stollen, www.harzer-wandernadel.de. Im näheren Umkreis befinden sich viele Wanderziele wie der Poppenberg, Rabensteiner Stollen, Gänseschnabel oder das Hufhaus. Anreise: Bahnhof Netzkater (Harzquerbahn), von dort zu Fuß stetig bergauf.

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Der Dreitälerblick in Harztor – nicht nur beim Harztorlauf ein Genuss 51.601270, 10.792570 Aussichtspunkt Dreitälerblick im Südharz (Routenplaner)