Im Zentrum von Ilfeld ruht der Burgberg, auf ihm ließen vor mehr als 900 Jahren die Bielsteiner Grafen die Ilburg bauen. Es wird erzählt, dass die benachbarten Hohnsteiner später ihre eigene Burg in Neustadt mit den Steinen der Ilburg aus Ilfeld errichteten. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Tatsächlich gelingt es den wenigen noch verbliebenen Steinblöcken und stark verwitterten Überresten der Ilburg nicht wirklich, von längst vergangenem Ruhm zu berichten. Und dennoch ist der Burgberg mit seiner Burgruine wunderschön.

Der Burgberg prägt seit jeher die Landschaft und fügt sich geschmeidig in das Örtchen. Zu übersehen ist er nicht, richtig entdeckt habe ich ihn dann vor vielen Jahren, als ich nach Ilfeld zog. Geht man in Ilfeld spazieren und dabei in Richtung des Berges, findet man sich in einem Wäldchen wieder, die Wege sind kurz, die Übergänge fließend. Der Burgberg ist von vielen Wegen durchzogen, rundherum und nach oben und unten und miteinander verbunden durch kleine Abzweigungen und Pfade. Ilfelder Bürger haben hier Bänke gestiftet, die zum Ausruhen einladen. Im Frühjahr nach dem Blattaustrieb bis in den frühen Herbst hinein verwehren die dichten Baumkronen der Buchen und Eichen den Ausblick. Dafür aber warten entlang des alten Burggrabens aus Wolle gefilzte Figuren und Märchenbilder auf ihre Entdeckung durch die Besucher. Der »Harzer Sagenpfad« ist hier dank ehrenamtlicher Hilfe beheimatet. Und ganz oben, auf dem Plateau, findet sich ein Platz, an dem die »schwebenden« roten Zipfelmützen der verschwundenen Harzer Zwerge der Rückkehr ihrer Besitzer harren, ein berührender Ort. Stellt sich ein Kind unter eine der Zipfelmützen, gibt sich für kurze Zeit ein Zwerg zu erkennen! Auch ein toller Platz für Familienausflüge. Während der wunderschönen Laubfärbe im Herbst geben die Bäume den Blick frei und dann im Winter kann man von hier auf Ilfeld schauen, Neanderklinik auf dem Gelände des ehemaligen Klosters, die Kirchturmspitze, das weithin rot leuchtende große Torii am Eingang des Ilfelder Ahornparks und natürlich das Wahrzeichen Ilfelds, die Wetterfahne.

Und wenn Du Richtung Norden schaust, kannst Du den hier beginnenden Harz erblicken. Ich selbst habe manchmal das Gefühl, die Berge mit meiner ausgestreckten Hand berühren zu können, so nah sind sie hier.

Gut zu wissen

Burgberg Ilfeld, Am Burgberg, 99768 Harztor, www.harzer-sagen-pfad.de. Anreise: Täglich fährt die dampfbetriebe Harzquerbahn durch den Ort, allein Ilfeld hat 3 Bahnhöfe der HSB, ab hier geht es stetig bergauf in den Harz. Zum Burgberg: Bahnhof Ilfeld-Neanderklinik und 15 Minuten Fußweg.

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Der Burgberg in Ilfeld und das Tor zum Harz 51.579790, 10.785098 Am Burgberg, 99768, Ilfeld, Harztor, Deutschland (Routenplaner)