aus dem Wanderblog von Albträufler

Albträufler schreibt regelmäßig im Blog »albtips« über Touren auf der Schwäbischen Alb. Wir haben die Rundwanderung von Honau über den Rötelstein, das Naturschutzgebiet Greuthau und Schloss Lichtenstein mit einer Gesamtlänge von rund 11 Kilometern ausprobiert:

Bis 1969 ratterte zwischen Honau im Tal und Kleinengstingen auf der Albhochfläche eine Zahnradbahn. Die Strecke war Teil einer Zugverbindung zwischen Reutlingen und Ulm. Für den Anstieg auf die Alb mussten sich die Bahningenieure etwas Besonderes einfallen lassen. So entstand eine der damals steilsten Eisenbahnstrecken Deutschlands und die erste Zahnradbahn für den Personenverkehr. Kein Wunder, dass die Strecke nicht nur allein zur Beförderung von Gütern und Arbeitern genutzt wurde. Schon vom Tag der Eröffnung im Jahr 1893 an war die Strecke ein beliebtes Ausflugsziel. Heute verläuft auf der ehemaligen Zahnradtrasse ein Radweg.

Wir wollen dem Panoramablick der Fahrgäste an der Honauer Steige nachspüren und machen uns auf den Weg von Honau unterhalb des Rötelsteins über Serpentinen hoch zur alten Zahnradstrecke. Dieser folgen wir ein kurzes Stück nach links bis rechterhand etwas versteckt ein weiterer Serpentinenweg in den Buchenwald hinein abzweigt: Der Sonnenweg ist mit einer gelben Sonne sparsam gekennzeichnet. Trockene Buchenblätter rascheln um unsere Schuhe. Oben am Albtrauf erreichen wir den Albsteig (Fernwanderweg HW1) und machen einen Abstecher nach links zum Rötelstein: spektakuläre Sicht über das Echaztal und hinüber zum Schloss Lichtenstein. Wieder zurück auf dem HW1 geht es nach rechts über die Traifelbergfelsen zur gleichnamigen Ortschaft. Hier hatte die Bahn schon das steilste Stück überwunden. Heute schnaufen Radfahrer die Strecke hoch.

Albträufler empfiehlt uns einen Abstecher über das Naturschutzgebiet Greuthau: Bevor wir dem gut ausgeschilderten Weg über Lichtenstein zurück nach Honau folgen, biegen wir bei der Landstraße in Traifelberg vor dem Bauernhof links und dann sofort wieder rechts ab. In weitem Bogen und über eine Brücke erreichen wir das Greuthau. Wir durchwandern Wachholderheiden. Am Parkplatz geht es geradeaus über die Landstraße auf einem Waldpfad den Hang hinauf, leicht rechts haltend bis man oben wieder auf den HW1 trifft. Vom Abstecher zur Ruine Alter Lichtenstein aus haben wir den zweiten Blick auf das Schloss, dieses Mal ganz nah von der Seite. Das Panorama ist auch ohne den Blick durch das Zugfenster umwerfend.

Gut zu wissen

Ausgangspunkt Honau, 72805 Lichtenstein, OT Honau. Zahlreiche Wandertipps auf der Schwäbischen Alb finden sich bei www.albtips.de. Anreise: Haltestelle Honau Lichtenstein, Bus (Linien 400, 7606).

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Panoramablick rund um die alte Zahnradbahntrasse an der Honauer Steige 48.402882, 9.271173 Heerstraße, 72805 Lichtenstein (OT Honau) (Routenplaner)