Wenn der Zug Berlin verlässt, bietet sich dem Auge eine Ansammlung von Behelfsbauten, Lauben, Datschen und murkeligen Einfamilien-Häusern, auf dem Balkon die deutschen Farben oder die Fahne von Hertha BSC. Und dann: Windräder, die drehen und drehen sich. Die Mark Brandenburg als Windpark. Die Räder warten auf den Wind, bekommen Wind, drehen sich. Die wüste Mark bei Wustermark.

Einmal bekamen wir dort bei einem Ausflug nur Flaschenbier Man kann natürlich auch in die Zeitung schauen, wenn man das alles nicht sehen will. Aber dazu bin ich ja nicht unterwegs. Auch nicht, um zu dösen, wie die meisten der Mitfahrenden. Manche können sich einfach nicht losreißen von ihren elektronischen Geräten. Als könnten sie die Welt auf unmittelbare Weise nicht mehr wahrnehmen. Sie sind ohne Impuls sie zu sehen, allein oder in Gemeinschaft darüber zu sprechen und sich aufmerksam zu machen auf Schönes oder Hässliches. Ein merkwürdiges Phänomen. Einmal saß ich im Zug nach Lindow. Neben mit eine adrette junge Frau. Sie hatte Gepäck dabei und sah nicht ein Mal hoch, aus dem Fenster oder zu ihren Mitreisenden. Sogar als sie ausstieg gönnte sie der Welt keinen Blick. Sie kam mir vor wie eine Gefangene.

Gut zu wissen

Im Vergleich zu anderen Bundesländern gibt es in Brandenburg noch einige weiße Flecken auf der Landkarte der mobilen Netzabdeckung. Auf garantierten Empfang für dein Mobiltelefon kannst du dich nicht verlassen. Vielleicht auch ein wohltuender Anstoß, dich aus der schnellen Welt des Internets für eine gewisse Zeit bewusst auszuloggen.

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Am Stadtrand 52.546247, 12.938202 Wustermark, Deutschland (Routenplaner)