Viele kennen die drei Dresdner Stadtschlösser vom Vorbeifahren an oder auf der Elbe — warum nicht mal hinfahren und ihre spätklassizistische Pracht von Nahem genießen? Ich laufe von der Bautzner Straße in den Hof von Schloss Albrechtsberg und gehe nach rechts in den großen Schlosspark, vorbei am Kavaliershaus bis zum Schlossteich.

Meine Schritte führen mich nun Richtung Elbhang: Hier liegt mir Dresden zu Füßen. Es eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf Elbe, Elbwiesen, Blaues Wunder und die Altstadtkulisse in der Ferne. Ein kleiner Weg führt zu den Weinhängen, wo der angebaute Wein direkt verkostet werden kann. Der hier ansässige Winzer gibt auch gern Auskunft zu Trauben, Wein und Weinbau an der Elbe. Direkt unterhalb von Schloss Albrechtsberg befindet sich das Römische Bad. Der Halbkreis aus Säulen um das Becken und eine Bühne bilden eine unvergleich­liche Szenerie für Konzerte und Theateraufführungen.

Je nach Laune führt der Weg mehr oder weniger verschlungen weiter Richtung Osten (elbaufwärts) bis zum Lingnerschloss. Von der Terrasse des Schlosses lässt sich noch einmal der imposante Blick auf Dresden bei einer Erfrischung aus dem Biergarten genießen. Die Preise sind moderat und gar nicht schlossüblich, so dass ich mir selbst als Student eine Einkehr leisten konnte. Das zweite der Elbschlösser, auch Villa Stockhausen genannt, war im Besitz des »Odol-Königs« Karl August Lingner, der es nach seinem Tod der Stadt Dresden vererbte. Bei der Umrundung des Lingnerschlosses auf dem gepflasterten Weg lässt sich ein Blick auf das dritte Elbschloss, Schloss Eckberg hinter seiner hohen Mauer, erhaschen. Wie seine beiden Nachbarn wurde auch Schloss Eckberg Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Das Schloss selbst wie auch sein mit Sorgfalt angelegter Garten sind seit einiger Zeit nur für Hotel- und Restaurantgäste zugänglich.

Der Weg führt zurück auf die Bautzner Straße und Richtung Osten vorbei an dem nach einer Sage um Liebe, gebrochene Versprechen und Eifersucht benannten »Mordgrund«. Das Tal ist so tief und düster wie der Name vermuten lässt. Dann gehe ich bergab ins Elbtal. Bei der Hausnummer 11 kehre ich zur Kaffeezeit ein: Das romantisch-gemütlich eingerichtete Café Zaza bietet hausgebackene Kuchen und Torten mit Blick auf die Elbe. Frisch gestärkt gehe ich weiter bergab zum Loschwitzer Verkehrsknotenpunkt Körnerplatz.

Gut zu wissen

Vom Elbhang bis ins Tal sind es ca. 3,5 Kilometer. Schloss Albrechtsberg ist gut erreichbar mit der Straßenbahn (Linie 11), Haltestelle Elbschlösser. Kraft sparen beim Rückweg bergauf kannst du, wenn du mit der Standseilbahn oder der Schwebebahn (vom Körnerplatz) fährst. Das Café Zaza hat freitags bis sonntags geöffnet: www.zaza.de

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Stadtspaziergang von den Dresdner Stadtschlössern zum Körnerplatz 51.063299, 13.811274 Elbschlösser, Dresden, Deutschland (Routenplaner)

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