Der Dresdner Wolff-U. Weder ist emeritierter Professor, freischaffender Grafiker und Bildender Künstler. Bis 2006 lehrte er Gestaltungslehre an der TU Dresden. 2012 gewann er die begrenzte Ausschreibung zur Gestaltung der Gedenktafeln zum Dresdner Revolutionsweg 1989. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen – ein Fazit zu den vergangenen Jahren:

Was ist der »Dresdner Revolutionsweg«?
Das Informations- und Gestaltungskonzept mit Gedenktafeln und einer App zur Wissensvermittlung soll einmal 17 Orte verbinden, die beim politischen Umbruch 1989 in Dresden eine wichtige Rolle spielten. Dazu gehören zum Beispiel die Kirchen in der Altstadt und in anderen Stadtteilen, das Schauspielhaus, die Stasi-Gedenkstätte an der Bautzner Straße oder der Hauptbahnhof.

Was ist Ihre Rolle in diesem Projekt?
Ich bin für die künstlerische Bearbeitung der Erinnerungstafeln verantwortlich. Sie geben den Betrachtern eine authentische Beschreibung der Ereignisse. Die Verkettung dieser Orte erfolgt durch bekannte Textfragmente, zum Beispiel »Wir sind das Volk«. Es war mir sehr wichtig, diese Passagen in das Konzept zu integrieren.

Ist das Gesamtprojekt schon abgeschlossen?
Das Projekt wurde 2011 einstimmig vom Stadtrat beschlossen. Bisher stehen erst an neun der geplanten Stationen Erinnerungstafeln, beispielsweise an der Kreuzkirche am Altmarkt, an der Christuskirche in Strehlen und am Neuen Rathaus. Die App ist zur Zeit noch nicht abrufbar. Dabei ist sie als zusätzliche Informationsquelle für diese Orte ein wesentliches Element des Gesamtkonzeptes. Nur so wäre die Geschichte der Wende in Dresden jederzeit ergänzbar und als Ganzes zu erfahren.

Was sind die Gründe für die zögerliche Umsetzung?
Das Projekt hat im Kulturamt der Stadt und der zuständigen Kommission keine Priorität. Es ist bedauerlich, dass die Stadt diesen authentischen Blick auf die Dresdner Stadtgeschichte nicht öffentlichkeitswirksam nutzt und das Projekt als Ganzes zu Ende bringt.

Gut zu wissen

Einige innerstädtische Stationen des Dresdner Revolutionsweges kannst du auf der vorgeschlagenen Route entdecken, u.a. ehemaliges Union Verlagsgebäude, Hotel Bellvue, Hofkirche, Schauspielhaus, Frauenkirche / Neumarkt, Kreuzkirche, Neues Rathaus und die Cockerwiese. Noch sind nicht alle Erinnerungstafeln angebracht. Weitere Informationen zum Projekt und zur Wendegeschichte in Dresden: www.stadtwikidd.de bzw. www.aufbruch89-dresden.de

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Der Wende auf der Spur – Dresdner Revolutionsweg 1989 51.052024, 13.732395 Staatsschauspiel Dresden, Theaterstraße 2, 01067 Dresden (Routenplaner)

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