Jeder Dresdner kennt den »Weißen Hirsch«. Dieses Tier ist zwar nicht das Wappentier der Stadt, aber Namensgeber eines bekannten Stadtteils auf der rechten Seite der Elbe. Hier spielt auch Uwe Tellkamps Roman »Der Turm«. Durch die historische Standseilbahn gibt es zwar einen touristischen Besucherstrom, er hält sich allerdings in Grenzen. Die Besucher fallen in den Straßen der Villengegend, einem ehemaligem Kurort, nur auf, wenn sie in großen Gruppen unterwegs sind.

Schlendert man durch die Straßen des Stadtteils kann man sie spüren, die besondere Atmosphäre im großbürgerlichen Wohnquartier von Dresden. Auch in Gesprächen Einheimischen fällt mir immer wieder auf, dass von dieser Gegend ehrfürchtig und bewundernd gesprochen wird.

Ich habe mal etwas nachgeforscht, da mir dieser Name doch etwas seltsam vorkam: Das Tier der Familie Cervidae wurde hier noch nicht gesichtet, zumindest habe ich keine verlässliche Quelle dazu gefunden. Im sächsischen Schneeberg gibt es eine Bergbau-Grube mit gleichem Namen. Auch hier wurde das Tier noch nicht gefunden. Überhaupt scheinen »weiße Hirsche« eher selten zu sein.

Das Tier, oder besser gesagt der Name, war dann wohl auch eher eine »Schnapsidee«. 1664 erwarb Oberküchenmeister Georg Ernst von Dölau ein Weinberggrundstück, auf dem er ein Winzerhaus baute. 1685 kaufte der kurfürstliche Kapellmeister Christoph Bernhard den Weinberg mit Haus und richtete die Schänke »Zum weißen Hirsch« ein. So hat der Stadtteil seinen Namen bekommen.

Gut zu wissen

Zum Stadtteil »Weißer Hirsch« fährst du am besten mit der historischen Standseilbahn, die dich vom Körnerplatz an der Elbe nach oben fährt. Einen guten Blick auf die Stadt und in das Viertel hast du vom Aussichtspunkt am Obelisken, auf der Collenbuschstraße oberhalb des ehemaligen Kurparks.

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Woher kommt der »Weiße Hirsch«? 51.061290, 13.815157 Collenbuschstraße, Dresden, Deutschland (Routenplaner)

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