Fährt man von Jonsdorf aus über den Pass nach Oybin, fällt schon von weitem die Klosterruine und alte Klosterkirche oberhalb von Oybin auf. Die Gebäude sind zwar nur noch als Ruinen vorhanden, sie prägen dennoch das Bild und die Atmosphäre des Ortes: So trifft man im Ort hin und wieder auf ausgestellte Schaupuppen vor Läden, deren Kleidung an das Mittelalter erinnert. Bis 2013 fanden auf der Naturbühne im Ort auch Ritterspiele statt. Ob und wann sie wieder auferstehen, weiß man nicht.

Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg zu einer wehrhaften Anlage ausgebaut. 1369 stiftete Kaiser Karl IV dem Orden der Cölestiner eine Klosteranlage auf dem Burgberg. Durch die Reformation wurde diese Anfang des 16. Jahrhunderts aufgelöst und verfällt seitdem. Man kann von Oybin aus über viele Treppenstufen nach oben steigen. Die mächtige Ruine hat auch schon im 19. Jahrhundert berühmte Maler der Romantik, wie Caspar David Friedrich und Carl Gustav Carus zu einigen ihrer Malereien inspiriert. Vom Erstgenannten gibt es ein Bild mit dem Titel »Ruine Oybin bei Mondschein«. Wenn man durch die Reste des Klosters läuft, vor allem in der Dämmerung, kommt wirklich ein wenig die Stimmung auf dem Bild auf. Auch die Gebrüder Grimm sollen sich hier Anregungen zur Erzählung »Der Jungfernsprung« geholt haben.

Ich persönlich ziehe den Blick aus der Ferne auf das mittelalterliche Gebäudeensemble vor: Von der Bergkuppe in Hain oder auf dem Weg zum Scharfenstein.

Gut zu wissen

In Oybin startet der Wanderweg über den Scharfenstein zur Töpferbaude. Ein sehr lohnenswerter und gemütlicher Wanderweg mit Steigungen, hin und zurück ca. 1,5 Stunden.

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Caspar David Friedrich und die Klosterruine in Oybin 50.842468, 14.741062 Hauptstraße 15, Oybin, Deutschland (Routenplaner)