ScottyScout im Gespräch mit Ute Modrow

Unsere Gesprächspartnerin ist die Pressereferentin des Deutschen Skatverbandes e. V.:

Als »Erfinder« des Skatspiels gelten einige Altenburger Honoratioren wie der Gymnasialprofessor Johann Friedrich Ludwig Hempel, der Medizinalrat Dr. Hans Carl Leopold Schuderoff und Kanzler Hans Carl Leopold von der Gabelentz – am 04. September 1813 erfolgte dann die erste urkundliche Erwähnung als »Scat«. Seit 1903 gibt es mit dem Skatbrunnen in Altenburg das bislang einzige Denkmal für das Spiel.

Ich schätze Skatspielen, weil es ein Kartenspiel ist, das die Gehirntätigkeit fordert und fördert. Das Gedächtnis, das Rechnen und logische Denken hält das Gehirn bis ins hohe Alter in Schwung und man fängt hier schon als Jugendlicher an. Bei Skatturnieren finden sich dann auch meist Vertreter aus allen Generationen. Es ist unglaublich zu sehen, wie sich auch über 90-Jährige die Karten merken können. Wer Skat spielt, übt sich automatisch auch im korrekten zwischenmenschlichen Austausch sowie im fairen Gewinnen und im guten Verlieren. Deshalb sollte man Kinder so früh wie nur irgend möglich an das gemeinsame Kartenspielen heranführen.

Um mit Skat Spaß zu haben, muss man schon grundsätzlich Lust am Kartenspielen haben und Ambitionen zum Siegen, Gemeinschaft und Lernen mitbringen. Andere Kartenspiele sind oft nur regional zu finden, Skat hingegen wird deutschlandweit mit einheitlichen und gleichen verbindlichen Regeln des Deutschen Skatgerichts gespielt. Um die aktiven Skatspieler unter einen Hut zu bringen und Deutsche Meisterschaften (Einzel-, Tandem-, Mannschaft sowie viele Pokalturniere) ausrichten zu können, ist es erforderlich einen organisierten Dachverband wie dem Deutschen Skatverband e. V. (DSkV) zu haben. Mitglieder können so den Titel »Deutscher Meister« erhalten.

Altenburg als »Geburtsstadt des Skats« ist zwar der Sitz der Geschäftsstelle und prädestiniert für Skat, aber gespielt wird in ganz Deutschland, regional dann in ansässigen Vereinen, die es natürlich auch in Thüringen und in Altenburg gibt. Diese Verbindung führt uns zum Beispiel im Jahr 2018 in die Stadthallte »Goldener Pflug« nach Altenburg, wo wir den 4. Internationalen Skat Cup ausrichten. Hier ist eine Mitgliedschaft in einem Verein nicht erforderlich.

Gut zu wissen

Skatbrunnen Altenburg, Ecke Brühl/Burgstraße, 04600 Altenburg, deutschlandweite Vereinssuche: www.deutscherskatverband.de/vereinssuche.html. Stadtführungen mit Skattaufe am Brunnen buchbar über: www.altenburg-tourismus.de. In Altenburg befinden sich auch ein Spielkartenmuseum und eine KartenMACHERwerkstatt. Anreise: Haltestelle Bartholomäikirche, Bus (Linie W).

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»Gut Blatt« - der Ursprung des Skatspiels in Altenburg 50.986747, 12.436344 Burgstraße, 04600 Altenburg (Routenplaner)