Reformation Kunst & Kultur

Kunst & Kultur

Alte Dorfkirchen mit barocker Innenausstattung in der Niederlausitz, filigrane Abbilder der ersten Reformatoren in Öl aus der Werkstatt Lucas Cranachs, prunkvoll gestaltete Bibeln und der Christus-Pavillon von der EXPO 2000 mit seiner futuristischen Architektur – Mitteldeutschland ist voll von Kunst und Kultur im Zusammenhang mit den Werten der Reformation. Mal ist die Verbindung eindeutig, mal ziehen sich einzelne Elemente wie ein roter Faden durch unterschiedliche Ausdruckformen.

In dieser Rubrik führen dich unsere Scouts zu alten und neuen Orten von Kunst und Kultur, die aus ihrer Sicht mit der Reformation in Zusammenhang stehen oder sich aus ihr ableiten lassen.

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»Wir sind hier und wir bleiben hier« – Festung Mark in Magdeburg

Magdeburg bringt einen gewissen Trotz mit. Es hat allen Grund dazu, musste sich die Stadt doch schon in ihrer frühen Geschichte zur Wehr setzen und Widerstand leisten. Als die sie 1524 evangelisch wurde, folgte 23 Jahre später die Reichsacht des Kaisers. Mehrmals wurde die Stadt zerstört. Ein Ort, der für mich dieses Gefühl des Widerstands verkörpert, ist die Festung Mark.

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Kanzel der Zwei-Reiche-Lehre – die Stadtkirche in Weimar

Die Stadtkirche St. Peter und Paul, im Volksmund Herderkirche genannt, ist eine der wesentlichen Wegmarken der Reformation. Hier predigte Martin Luther seine Obrigkeitslehre und Zwei-Reiche-Lehre maßgeblich von der Kanzel herab. Mit dieser Lehre von der Obrigkeit trennte er im ausgehenden Mittelalter erstmalig die damals noch enge Verknüpfung von weltlichem und göttlichem Reich.

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Was ein Gottesdienst in Muttersprache bedeutet – die wendisch-deutsche Doppelkirche in Vetschau

Bis ins 17. Jahrhundert war das Gebiet um Vetschau in der brandenburgischen Niederlausitz vorrangig von Wenden bewohnt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg begann das schrittweise Zurückdrängen der slawischen Kultur in der Region. Die Doppelkirche entstand, verbunden durch die Sakristei. Wand an Wand wurden auf der einen Seite die Gottesdienste in Deutsch, auf der anderen in Wendisch abgehalten.

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Die Dicke und die Dünne

Wie eine Glucke brütet die Dresdner Frauenkirche über dem historischen Stadtkern. Nur wenige hundert Meter entfernt ragt der grazile Turm der katholischen Hofkirche in den Himmel. Zwei Gotteshäuser, die architektonisch nicht unterschiedlicher sein könnten und die doch eng verbunden sind mit der religiösen Berg- und Talfahrt Dresdens.

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