Andrea Rohrberg
Im Wildpark sagen sich Elch, Luchs und Waldkauz gute Nacht
Der Auwald ist Leipzigs grüne Lunge. An dessen südlichem Ende steht ein feines Refugium für Hirsch, Lux & Co. – und Tiere schauende Flaneure. Der Wildpark im Connewitzer Holz beherbergt auf rund 46 Hektar 250 Tiere aus 25 Tierarten.
mehr lesenEin Blick hinter historische Kulissen – eine Führung durch den Turm der Thomaskirche
Glocken aus dem Mittelalter, ein Graffiti aus Napoleons Zeiten und eine verzückende Aussicht: Die Thomaskirche hat noch mehr zu bieten als Bach und Thomaner. Bei einer Turmbesichtigung erklimmt man 232 Stufen und begibt sich gleichzeitig auf eine Reise durch die Stadtgeschichte Leipzigs.
mehr lesenEin Zankapfel von 33 Tonnen – das Marx-Relief auf dem Campus Jahnallee
Als »Schande für die Stadt des freiheitlichen Aufbruchs von 1989« bezeichnete der Schriftsteller und Leipziger Ehrenbürger Erich Loest das Marx-Relief – schon sind wir mitten drin in der Kontroverse um das Bronzerelief »Aufbruch«
mehr lesenEin Gartendinner bei Annalinde
Ein Sommerabend im August. In einer Gartenecke steht eine offene Küche, in der vier Köche eifrig zugange sind. Viele Gäste mögen sich hier zum ersten Mal sehen und doch ist alles so unbefangen: Hier im Grünen zu sitzen, um gemeinsam zu essen. Beim Gartendinner von Annalinde.
mehr lesenLeider geschlossen – »The Flow«
Immer wieder wuselt die junge Frau umher, macht sich Notizen. Dazwischen ein kleines Arrangement mit Silberlöffeln, Mandeln und Gewürzen. »So schmeckt das Glück« prangt in großen Buchstaben an der Wand über der breiten Theke. Ich bin im The Flow.
mehr lesenDas Völkerschlachtdenkmal
Mein erster Besuch am Völkerschlachtdenkmal war nass, kalt und unfreiwillig lang. Und dennoch möchte ich die Nacht nicht missen, in der ich auf einer der geschichtsträchtigen 364 Steinstufen gesessen habe. In der Dunkelheit einer Gewitternacht zeigt sich der kolossale Tempel für Tod und Freiheit in Europa noch mystischer.
mehr lesenDas Conne Island – Vielfalt mit ganz eigenem Charakter
Das Conne Island liegt im südlichen Stadtteil Connewitz. Das Viertel ist bekannt für seine alternative Szene und hat sich auch in jüngerer Zeit als linkes Viertel hervorgetan. Das Conne Island ist ein selbstverwaltetes Jugend-Kulturzentrum in Leipzig-Connewitz, von und für Linke, Jugend-, Pop- und Subkulturen.
mehr lesenVon Kellern und Höfen in der »Feinkost«
Mitte der 1990er zogen die ersten Neumieter in Teile der Feinkost in der Südvorstadt, unter deren Dach fortan Handwerker, Händler, Künstler oder Dienstleister selbstbestimmt arbeiteten und auch ab und an feierten. Stress machte nur lange die Treuhand.
mehr lesenGründerzeit und Platte – die Kolonnadenstraße
In der Kolonnadenstraße westlich der Innenstadt kommen nicht nur Kunsthistoriker ins Staunen: In den 1980ern wurden die Häuser hier saniert und neu gebaut, und zwar letzteres als Platten mit Ornamenten und Erkern. Ein wilder Mix.
mehr lesenTagebuch der Region Leipzig – das Naturkundemuseum
Jubiläen werden in der Stadt Leipzig für gewöhnlich dankbar angenommen und mit großem Hallo begangen. Als das Naturkundemuseum 2006 100 Jahre alt wurde, war es dagegen auffällig still.
mehr lesenDas Pögehaus im Wilden Osten
Als noch kaum jemand freiwillig im Dunstkreis der »schlimmsten Straße Deutschlands« (Pro7) wohnen wollte, kauften ein paar Leute das Pögehaus in Neustadt-Neuschönefeld. Inzwischen ist der Veranstaltungsort schon für den Motor der Gentrifizierung gehalten worden.
mehr lesen»Erinnern für die Zukunft« – die Gedenkstätte für Zwangsarbeit
Die Gedenkstätte für Zwangsarbeit ist ein eher unscheinbarer Ort auf dem Gelände des heutigen Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Er lebt sowohl durch die historische Geschichte, als auch die persönlichen Erzählungen von diesem Ort.
mehr lesenVon der Liebe zu Büchern – die Connewitzer Verlagsbuchhandlung
Wer in die Buchhandlung von Peter Hinke kommt, sucht kein E-Book, nichts Digitales. Das verrät schon der Spruch über der Tür – ein Zitat von Arno Schmidt: »Das Verlässlichste sind Naturschönheiten. Dann Bücher; dann Braten mit Sauerkraut.« In der Connewitzer Verlagsbuchhandlung knarren die Holzdielen.
mehr lesenWo ein Baumstamm die Sitzlehne ist – Café Zierlich-Manierlich
Der Park als Café – was kann es Schöneres geben? Die Wiese wird zum Tisch, die Mauer zum Hocker und der Baumstamm zur Sitzlehne. Der Park, das ist das rechte Ufer des Richard-Wagner-Hains. Dort steht auch der knallgrüne Bauwagen »Zierlich-Manierlich«.
mehr lesenEin klassizistischer Raum, offen für alle – die Nikolaikirche
850 Jahre Baugeschichte haben ihre Spuren an der Nikolaikirche hinterlassen. Von der Romanik über die Spätgotik bis zum Barock ist außen alles zu finden. Wie kein zweites Gebäude in Leipzig steht die Nikolaikirche für die Friedliche Revolution im Herbst 1989.
mehr lesenTheaterbesuch mit einer Fremden im LOFFT
Martha war schon häufiger im LOFFT gewesen und schwärmte davon, wie nah man sich den Schauspielern dort fühlte. Und sie hatte recht: Der Saal war klein, Zuschauer und Akteure nur wenige Meter voneinander entfernt.
mehr lesenWiederentdeckte Erinnerung – das Heine-Denkmal im Volkshausgarten
Zugegeben, wirklich spektakulär ist dieses Denkmal nicht: Eine einfache Stele aus rötlichem Granit, auf dessen Vorderseite in goldenen Lettern der Name Heinrich Heines prangt. Um den Standort zu finden, bedarf es einiger Spitzfindigkeit.
mehr lesenSchlimmste Straße Deutschlands? Die Eisenbahnstraße im Leipziger Osten
Bislang sorgte die Eisenbahnstraße im Stadtteil Volkmarsdorf einzig für Negativschlagzeilen: Bandenkriminalität, Drogen und Gewalt. Als Anwohner der Eisenbahnstraße habe ich von den angeblichen kriminellen Exzessen stets nur aus der Zeitung erfahren. Im Gegenteil: Hier gibt es südländisch-lebendiges Flair.
mehr lesenNotenspur
Die Notenspur bietet einen einzigartigen Fußweg durch Leipzig, den man beliebig abkürzen oder erweitern kann und auf dem 23 teils außergewöhnliche musikalische Stätten auf Entdeckung warten.
mehr lesenLeipzig zu Wasser
Die für den Autor schönste Art, diese wunderbare Stadt zu erleben, bietet sich vom Wasser aus. Je nach physischer Verfassung und persönlicher Vorliebe kann man dies per Kanu, Paddel- oder Ruderboot tun, die man sich zentrumsnah am Bootsverleih ausleihen kann.
mehr lesenMuseum in der »Runden Ecke« – Ausstellung zur Stasi
»Krumme Ecke Schreckenshaus – wann wird ein Museum draus«, so kann man auf einem Transparent im Flur des Museums in der »Runden Ecke« lesen. Es ist ein Zeugnis der Friedlichen Revolution aus dem Herbst 1989.
mehr lesenDie Peterskirche
Der Putz bröckelt von der Decke. Klappstühle stehen auf Linoleumfußboden. Von der großen Orgel ist nur der Prospekt geblieben. Nein, perfekt ist sie nicht, die Peterskirche in der Leipziger Südvorstadt. Vielleicht ist sie gerade deshalb mein Höhepunkt unter den Kirchengebäuden Leipzigs.
mehr lesenMit fünf Tipps durch’s Waldstraßenviertel
Ein Stadtviertel lässt sich am besten erkunden, wenn man sich treiben lässt von seinen Eindrücken und eigenen Entdeckungen. Fünf Orte haben mich bei der Erkundung des Waldstraßenviertels beeindruckt und geben einen guten Eindruck in das Leben, die Kultur und die Geschichte des Viertels.
mehr lesenBundesverwaltungsgericht – ein Ort, der immer noch Geschichte schreibt
Das Bundesverwaltungsgericht ist so groß, dass es von fast jeder erhöhten Position in Leipzig sofort ins Auge fällt. Es wird besonders mit dem Reichstagsbrandprozess in Verbindung gebracht. Ende Februar 1933 wurde der Reichstag in Berlin in Brand gesetzt, die Umstände und vor allem die Täterschaft sind bis heute unklar.
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