Geschichte
Ein Blick auf die Orte der Reformation in Mitteldeutschland ist ein Blick in die Geschichte der heutigen Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Die Reformation beginnt im späten Mittelalter im 15. Jahrhundert. Die ersten Verfechter in Böhmen landeten noch auf dem Scheiterhaufen, andere sind ihm nur knapp entkommen. Im weiteren Verlauf setzen Menschen aller Jahrhunderte die Ideen der Reformation von Unmittelbarkeit, Transparenz und Beteiligung um. Die Bauhausbewegung ist dafür eines der jüngsten Beispiele in der Region.
In dieser Rubrik zeigen dir unsere Scouts große und kleine Orte der Geschichte der Reformation in Mitteldeutschland.
Thomas Müntzer – im Eichsfeld ein Mauerblümchen
Nach der Predigt von Thomas Müntzer am 03. Mai 1525 in der Liebfrauenkirche in Heiligenstadt brach in der Stadt Gewalt aus. Auch die Kirche St. Martin wurde geplündert und alte Dokumente vernichtet. Im Rückblick war das aber nur eine kleine Episode im Eichsfeld.
mehr lesenPaulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli – langer Name, lange Geschichte
Heute, nachdem auch der DDR-Bau ausgedient hat, steht an der Stelle das »Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli«. Lang der Name, schwierig der Weg dahin. Die Universitätskirche St. Pauli war als Klosterkirche St. Pauli ursprünglich Gotteshaus eines Dominikanerklosters.
mehr lesenUnd gegenüber ist die Thesentür
Die Schlosskirche an deren Tür die 95 Thesen von Martin Luther zu sehen sind, ist einer der Hauptanziehungspunkte für Besucher in Wittenberg. Doch was bedeutet sie für Wittenberger? Sie ist an freien Tagen Teil des Spaziergangs durch die Stadt.
mehr lesenEine Radtour auf den Spuren Lyonel Feiningers im Weimarer Land
Der amerikanische Maler und Grafiker Lyonel Grafiker war während seiner Lehrtätigkeit in Weimar (1919 bis 1925) gern im Weimarer Umland unterwegs.
mehr lesenWie der Wachsmann-Knoten in die Welt kam
Aus den ursprünglich geplanten vier Wochen »Urlaub und endlich mal Sattessen« wurden vier Jahre, in denen Konrad Wachsmann als Chefarchitekt bei Christoph & Unmack in Niesky die Grundlage für den Wachsmann-Knoten schuf und anschließend den Holzbau weltweit umkrempelte. Und warum hatte das alles in Niesky seinen Ausgangspunkt?
mehr lesenVon Torgau nach Dessau – Orte der Reformation am Elberadweg
Anfang des 16. Jahrhunderts spannte sich eine wichtige Achse zwischen Torgau und Wittenberg entlang der Elbe, am heutigen Elberadweg. In Wittenberg entwickelte Luther seine 95 Thesen, in Torgau befand sich die Residenz der ernestinischen Kurfürsten von Sachsen. In Dessau liegen viele Originalschriften Luthers.
mehr lesenDie Bäckerei Henze gegenüber dem Melanchthonhaus
Über 40 Jahre war die »Bäckerei Henze« in der Collegienstrasse gegenüber dem Melanchthonhaus in Wittenberg eine hoch geschätzte Anlaufstelle für Backwaren. Dieter Henze erzählt, wie sich die Straße im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.
mehr lesenDie Reformation im städtischen Alltag Südbrandenburgs
Die Reformationsbewegung wurde entscheidend von Bürgern der Städte mitgetragen. Die Stadtraum-Ausstellung »Prediger und Bürger« führt zu authentischen Orten reformatorischer Veränderungen.
mehr lesenMein Herr Käthe im Schwarzen Kloster
Luther nannte Katharina von Bora in seinen Briefen an sie immer wieder »Mein Herr Käthe« und nahm damit augenzwinkernd Bezug auf ihre Bestimmtheit und Geschäftstüchtigkeit. Das nahm im Schwarzen Kloster, dem Wohnhaus Luthers seinen Anfang.
mehr lesenFrau Doktor Luther
Die Nonne Katharina von Bora floh im Zuge der Reformation aus dem Kloster Nimbschen und fand im Hause Lucas Cranachs Aufnahme. Dort begegnete sie Martin Luther. Sie heirateten im Jahr 1525 in Wittenberg. Dieses Gespräch über den Heiratsantrag mag so ähnlich stattgefunden haben – wer weiß das schon?
mehr lesenDas Wunder der Moller-Linde
Das Wunder der Moller-Linde – Eine Görlitzer Geschichte um Ruhm, Macht und Neid und einen Baum, der von der Kraft des Glaubens zeugt.
mehr lesenKleines Kirchlein am großen Fluss – die Elbschifferkirche Priesitz
An seinem Ufer steht eine uralte Feldsteinkirche, die Elbschifferkirche Priesitz, mit einem kleinen Anbau aus Lehmfachwerk, der eher ein Glockenhäuschen denn ein Glockenturm ist.
mehr lesenEs tropft und rauscht, es gluggert und fließt – das Röhrwasser von Lutherstadt Wittenberg
Das Röhrwasser versorgt Wittenberg seit 450 Jahren mit frischem Wasser. Philipp Melanchthon erhielt einst eine der ersten »Portionen«. Heute laden die Brunnen zu einem Spaziergang durch Höfe und Gassen jenseits des großen Marktes ein. Ohren auf: jeder Brunnen klingt anders!
mehr lesenDer schiefe Turm von Borna, eine Kirche in Bewegung und Junker Jörg davor
Der junge Luther reiste oft nach Borna. Viele Einwohner aus Dörfern, die für den Braunkohlentagebau abgebaggert wurden, siedelten nach Borna um. Und sogar eine kleine Kirche wurde auf die Reise nach Borna geschickt.
mehr lesenDer schiefe Turm der Oberkirche in Bad Frankenhausen
Der Kirchturm in Bad Frankenhausen ist eine Attraktion. Er neigt sich inzwischen um 4,7 Grad und jedes Jahr kommen zwei Zentimeter mehr Neigung dazu – das übertrifft den Schiefen Turm von Pisa. Das ist aber nicht der einzige Anlass für Besucher. Seit 2012 suchen hier immer wieder Menschen nach dem Metalldöschen von »kyffme«.
mehr lesenBildung für alle in den Franckeschen Stiftungen
August Hermann Francke entwickelte bis heute gültige Eckpunkte der Pädagogik: Die Konzentration auf das einzelne Kind und Ganzheitlichkeit. Ein Ort, an dem man diesen Bildungsansatz ganz konkret erfahren kann, ist der Pflanzgarten.
mehr lesenWo einst die reformatorischen Fetzen flogen – das Neue Rathaus
In der Pleißenburg, wo heute das Neue Rathaus steht, fand 1519 die Leipziger Disputation statt. So kam es zum dreiwöchigen Schlagabtausch. Im Mittelpunkt stand der Streit zwischen Luther und Eck, ob das päpstliche Primat von Gott eingesetzt oder lediglich eine menschliche Erfindung sei.
mehr lesenWunderkammer und Kulissenbibliothek in den Franckeschen Stiftungen zu Halle
Das Gelände der Frankeschen Stiftungen zu Halle ist heute noch so lebendig wie vor über 200 Jahren. Die barocke Wunderkammer mit Unterrichtsmaterialien aus der ganzen Welt und die Kulissenbibliothek sind besondere Anziehungspunkte und integriert in das pädagogische Umfeld der Schulstadt.
mehr lesenDie Engelsburg – Studentenzentrum mit Tradition
Seit fast 50 Jahren ist die Engelsburg Ort für studentische und kulturelle Begegnung. Doch die Verbindung zu den Studenten begann bereits im Jahr 1515, als die Humanisten hier teilweise die als »Dunkelmännerbriefe« bekannten ironischen Schriftstücke über die Scholastik verfassten.
mehr lesenDer Roland – die Freiheitsstatue von Erfurt
Wenn also jemand vorschlägt, sich am Römer oder Roland zu verabredeten, dann ist immer nur dieser eine gemeint – da sind sich alle Erfurter einig, solange man nicht nach seiner Bedeutung fragt.
mehr lesenEin Kleinod dörflichen Kirchenlebens in Langennaundorf
Die evangelischen Dorfkirche in Langennaundorf, einem Ortsteil der Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück, ist ein Kleinod dörflichen Kirchenlebens. Der Elster-Radweg führt hier ganz in der Nähe vorbei. Die barocke Innenausstattung der kleinen Kirche überrascht und rührt zugleich: So etwas erwartet man nicht hinter den schlichten Mauern des mittelalterlichen Baus.
mehr lesenEin Spaziergang im Muldental – von der Schiffsmühle Höfgen bis Kloster Nimbschen
Im ehemaligen Zisterzienserinnenklosters St. Marienthron zu Nimbschen lebte einst Katharina von Bora bevor sie 1523 mit zwölf Gefährtinnen floh und sich Martin Luther anschloss. Die Klosterruine liegt unweit der Mulde südlich von Grimma und ist von der Stadt auch mit dem Schiff erreichbar.
mehr lesenWo ist nur der Luther hin? Der Johannisplatz und seine einstige Bebauung
Bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts stand auf dem Johannisplatz noch eine Kirche und davor ein Reformationsdenkmal. Was ist daraus geworden?
mehr lesenEin klassizistischer Raum, offen für alle – die Nikolaikirche
850 Jahre Baugeschichte haben ihre Spuren an der Nikolaikirche hinterlassen. Von der Romanik über die Spätgotik bis zum Barock ist außen alles zu finden. Wie kein zweites Gebäude in Leipzig steht die Nikolaikirche für die Friedliche Revolution im Herbst 1989.
mehr lesenDie Dicke und die Dünne
Wie eine Glucke brütet die Dresdner Frauenkirche über dem historischen Stadtkern. Nur wenige hundert Meter entfernt ragt der grazile Turm der katholischen Hofkirche in den Himmel. Zwei Gotteshäuser, die architektonisch nicht unterschiedlicher sein könnten und die doch eng verbunden sind mit der religiösen Berg- und Talfahrt Dresdens.
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