Thüringen

Orte der Reformation in Thüringen

Reformation gestern, heute und morgen – In Thüringen steht die viel zitierte Wartburg bei Eisenach, auf der Martin Luther als Junker Jörg die Fürsten, den Papst und sowieso die ganze damals bekannte Welt in vollem Ernst an der Nase herum führte. Im Westen Thüringens gewann einst Thomas Müntzer die Herzen der Bauern für sich – sehr zum Verdruss der Mächtigen.

Universitätsstädte wie Erfurt, Jena und Weimar waren und sind Quelle neuer Gedanken. Informelle Knotenpunkte von Austausch und Diskussion tragen die Funken der Reformation der Zukunft in sich. Wie eine zweite Schicht legt sich die Bewegung des Bauhaus über das Land: Wäre der Drang zur Beteiligung, Transparenz und die Besinnung auf die einfache Form möglich gewesen ohne die Ideen der Reformation Jahrhunderte vorher?

Die Lieblingsorte und Entdeckungen unsere Scouts nehmen dich mit auf die Spuren der Reformation.

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Lutherpark und Lutherwiese – wo die Stadt ihre grüne Seite zeigt

Ein guter Städtetrip endet mit einem Spaziergang durch den Park. Erfurt bietet zahlreiche Parks – der Lutherpark aber ist etwas ganz Besonderes. Wer diesen außergewöhnlichen Park besichtigen möchte, der hat die Möglichkeit dreierlei Dinge miteinander zu verbinden: eine kleine Wanderung in den Erfurter Steigerwald mit Anstieg, einen Ausflug in eine längst vergangene Zeit und einen Ausblick auf Erfurt.

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Bier für Junker Jörg im Augustinerbräu in Eisenach

Um den Schwarzen Brunnen in Eisenach finden sich Anlaufpunkte für das leibliche Wohl und das gesellige Miteinander: Die Szenekneipe Schorschl und das Augustinerbräu zum Beispiel. Der bekannteste Besucher Eisenachs, Junker Jörg alias Martin Luther, war dem Bier besonders zugetan. Im Augustinerbräu würde er heute das gewohnte Getränk bei einem Besuch am Fuße der Burg wieder finden.

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Kanzel der Zwei-Reiche-Lehre – die Stadtkirche in Weimar

Die Stadtkirche St. Peter und Paul, im Volksmund Herderkirche genannt, ist eine der wesentlichen Wegmarken der Reformation. Hier predigte Martin Luther seine Obrigkeitslehre und Zwei-Reiche-Lehre maßgeblich von der Kanzel herab. Mit dieser Lehre von der Obrigkeit trennte er im ausgehenden Mittelalter erstmalig die damals noch enge Verknüpfung von weltlichem und göttlichem Reich.

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