Menschen & Meinungen
Es sind die Menschen, die eine Region prägen. Aber es ist nicht einfach, die Menschen einer Region auf Ausflügen kennen zu lernen. In diesem Kapitel versuchen wir es dennoch. Unsere Scouts führen dich an Orte, an denen du die Menschen in Brandenburg erleben kannst.
Da zeigt sich ein vielschichtiges Bild der Ausflugsregion. Von Menschen, die leere Orte bewohnen und Zeit in Zügen zubringen und solchen, die ihre märkischen Eigenheiten nach außen kehren. Von jungen Menschen, die inzwischen nicht mehr in der Stadt ihrer Jugend wohnen und solchen, die nach Jahren der Wanderschaft wieder zurück gezogen sind. Bis hin zu Menschen, die ihren Visionen folgen und solchen, die in ihrem Leben das Land mit der Stadt verknüpfen wollen. Die Mischung ist das, was das Land ausmacht.
Imkerei auf dem »StadtGut Blankenfelde«
Einen Euro hat das »StadtGut Blankenfelde« gekostet, als es 2002 vom Verein »Natur & Kultur« gekauft wurde. Genutzt wurde es in seiner langen Geschichte auf verschiedenste Weise. Heute ist hier neben einem Naturschutzverein und anderen Institutionen auch Imker Olaf Nils Dube tätig.
mehr lesenFerienhausvermittlung als Kunstform
Ihre Freizeit widmen Sie mitunter Ihrem Blog »Liebling Brandenburg«. Was erwartet die Besucher Ihres Webauftritts?
Die Besucher finden dort eine Auswahl von tollen Urlaubsunterkünften über ganz Brandenburg verteilt. Bei der Auswahl lege ich vor allem Wert auf eine geschmackvolle Einrichtung und die besonderen Geschichten der Häuser und ihrer Gastgeber.
Tango Argentino zwischen Leipzig und Berlin
Ein Bahnhof als Café und Kulturzentrum, was steckt dahinter?
Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude am Haltepunkt Wiesenburg/Mark an der Regionalbahnstrecke Berlin-Dessau stand viele Jahre leer. Engagierte Bürger haben sich mit dem Ziel der Wiederbelebung des alten Bahnhofsgebäudes zusammengetan.
Die Keimzelle – ein Ort für Sorten, die hart im Nehmen sind
»Hier gibt es den letzten Frost im Juni, und den ersten im September«, sagt Eve. Trotzdem ernten die beiden hier Saatgut für kommende Generationen von 120 Gemüsesorten, Blumen und Kräutern. Viele davon sind wenig bekannt oder gerade erst wieder entdeckt. Als ich durch den Schaugarten gehe, haut es mich schier um:
mehr lesenNachdenken über unsere Lebensmittelproduktion – Ökodorf Brodowin
Egal in welchen Bioladen in Berlin man geht, man findet immer wieder Milchprodukte und andere Lebensmittel aus Brodowin. Das ist kein Hof, sondern gleich ein ganzes Ökodorf im Norden von Berlin. Nach der Wende haben sich hier Bauern … zusammengeschlossen und produzieren große Mengen an Gemüse, Fleisch- und Milchprodukten.
mehr lesenForaging Tour im Grunewald und anderswo
So lange ich Jon kenne, ist er ein wandelndes Lexikon. Ganz besonders über alles, was wild wächst und essbar ist, egal ob Pilze, unbekanntes Obst oder Wildgemüse. Zu Geburtstagen verschenkt er Schlehenwein, Wunderlauchpesto oder Birkenpech. Seit einiger Zeit teilt er diese Erfahrung auch mit Menschen…
mehr lesen2.000 Quadratmeter – der Weltacker
Sieht gar nicht so groß aus, dieser Streifen Land. 2.000 Quadratmeter, hier, in Sichtweite der Havel, wahnsinnig lang und vergleichsweise schmal. Er stellt dar, wie viel Ackerfläche für mich auf der Welt zur Verfügung steht. Ich stehe am »Weltacker« vom »Speisegut«, einem solidarischen Landwirtschaftsprojekt …
mehr lesenAlles Freundschaft – das Stadion von Energie Cottbus
Eine ortstypische Namensgebung betrifft das Wort „Freundschaft“. Da wurde aus dem Vollen geschöpft: In praktisch jedem brandenburgischen Dorf gibt es sie, die Straße der Freundschaft. Auch wenn es nur eine im Dorf gibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das die Straße der Freundschaft ist.
mehr lesenSchokolade macht glücklich – La Maison du Chocolat
Auf der Rückreise ist Zeit für einen Zwischenstopp in Potsdam. Die Museen und Geschäfte schließen bald. Im Park Sanssouci wechselt das Publikum. Touristen strömen zum Ausgang, um in Bussen oder Restaurants Platz zu nehmen. Paare, Potsdamer und Alleinreisende wie ich, schlendern unaufgeregt auf den sandigen Wegen.
mehr lesenNeuruppin. Zwischen Schinkel und Fontane
Theodor Fontane — überall in der Stadt, überlebensgroß, vielfarbig. Ob sich der alte Dichter so gefallen hätte? Diese Aufmachung holt den viel geehrten Sohn der Stadt, wie altmodische Floskeln versichern, ins zeitgenössische Neuruppin: Fontane-Festspiele. Literatur, Theater, Musik und viele, viele Menschen.
mehr lesenDichtung und Wahrheit — Kloster Lindow
Wer Fontane liest, kennt diese Klosterruine. Zumindest literarisch. Denn in Fontanes Roman »Der Stechlin« gibt es ein Kloster Wutz, dessen Vorbild das alte Zisterzienserinnenkloster Lindow ist. Dass dieser Ort aber so romantisch ist, hatte ich nicht erwartet.
mehr lesenAlt Ruppin oder wo sind die Gurken?
Aufs Zimmer und dann noch eine Runde drehen. Eine Backsteinkirche markiert die Ortsmitte. Sie hat einen ungewöhnlich hoch aufragenden Glockenturm mit einer großen Uhr. Riesige goldene Zeiger verkünden die Zeit. Dabei ist alles so still, da müssten doch die Uhren langsamer gehen.
mehr lesenDurch die Uckermark
Die Uckermark, das vertraute Land. Klatschmohn und Holunder blühen. Die Heumahd hat begonnen. Windräder dort drüben, eine ganze Gruppe, sie stehen still. Der Mitreisende vermutet, dass es dort draußen windstill ist. Dieses »draußen« stört mich. Wie soll auch der Wind zu uns ins…
mehr lesenLindow (Mark)
Lindow, Mark: Da steht Amelie, in Stein gehauen. Die schöne Nonne vom Kloster drüben. Ich finde, sie sieht doof aus. Und was macht sie hier nur im Wasser? Als ich mit der Tüte raschle, sind gleich die Enten bei mir. Eine Boygroup…
mehr lesenRavensbrück, Mahn- und Gedenkstätte
In der Luft so etwas wie Schnee, der Gehweg wird schmaler, hört dann auf. Ich gehe weiter auf einer Pflasterstraße. Der Panzer sowjetischer Bauart begrüßt mich grün gestrichen und mit himmelwärts gestrecktem Rohr. Dann die Müttergruppe, Fritz Cremer hat sie gemacht. Hinter dem Zaun zwei wütende Hunde, was komme ich hier auch vorbei.
mehr lesenVom Bäcker zum jungen Fritz in Rheinsberg
Ortsbegehung. So empfinde ich es jedenfalls hier in Rheinsberg. Denn sie waren alle schon mal hier: Der Alte Fritz, Theodor Fontane, Kurt Tucholsky und auch der Schweizer Moderator Max Moor hat als Bauer hier schon Kultur gesucht und plauderte mit der Schauspielerin Anna Thalbach über ihre Rolle als junger Friedrich.
mehr lesenEin Bett für Pilger: Pension an der Orgelwerkstatt in Sieversdorf
Auf dem Jakobsweg zwischen Frankfurt (Oder) und Müncheberg befindet sich die Pension an der Orgelwerkstatt in Sieversdorf. Ein so gastliches Willkommen habe ich selten erlebt. Ein Interview mit den Herbergsleuten Silvia und Christian:
mehr lesenAuf ein Wort im Schloss – Von Bergsdorf nach Liebenberg
Schloss Liebenberg im Löwenberger Land. Das letzte Mal war ich hier kurz nach der Wende: Eine Bank hatte das Schloss mitsamt dem ganzen Dorf aufgekauft. Sie, die Bank, hatte dann Freunde von mir, Schriftsteller und Fotografen aus Berlin engagiert, um die Menschen dort zu porträtieren.
mehr lesenDer Blumenthal
»Der Blumenthal«, das heißt der Blumenthal-Wald, ist der Name eines großen Forstreviers, das durch die von Berlin nach Wriezen führende Straße fast seiner ganzen Länge nach durchschnitten wird. »Der Blumenthal« hat seine Romantik. Die Sage von untergegangenen Städten, verschwunden in Wasser …
mehr lesenWanderung um den großen und den kleinen Tornowsee
Schon Theodor Fontane beschrieb die Wanderung von Buckow zu den beiden Tornowseen und das Verhältnis der Einheimischen zu den Berliner Besuchern. Die Landschaft am großen und kleinen Tornowsee ist zu jeder Jahreszeit schön, darum ist der Ort mit Recht ein Lieblingsplatz aller märkischen Touristen.
mehr lesenNieder Neuendorf am Berliner Mauerweg
Für uns war das einmal Terra incognita. Die Fähre von Heiligensee verkehrte schon lange nicht mehr. Auf der Havel patrouillierten Schnellboote der Nationalen Volksarmee. Und in der Flussmitte warnten Bojen davor, die Grenze »zu überschreiten«. Für diese Stelle meinte man wohl, »zu durchschwimmen«. Merkwürdig blieb, dass wir von Osten her nach dem Osten schauten — in die DDR.
mehr lesenAm Stadtrand
Wenn der Zug Berlin verlässt, bietet sich dem Auge eine Ansammlung von Behelfsbauten, Lauben, Datschen und murkeligen Einfamilien-Häusern, auf dem Balkon die deutschen Farben oder die Fahne von Hertha BSC. Und dann: Windräder, die drehen und drehen sich. Die Mark Brandenburg als Windpark. Die Räder warten auf den Wind, bekommen Wind, drehen sich.
mehr lesenBuckow (Mark)
Seine Häuser kleben wie Nester an den Abhängen und Hügelkanten, und sein Straßenpflaster, um das Schlimmste vorweg zu nehmen, ist lebensgefährlich. Es weckt mit seiner hals- und wagenbrechenden Passage die Vorstellung als wohnten nur Schmiede und Chirurgen in der Stadt, die schließlich auch leben wollen.
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