Andrea Rohrberg
Zwangsarbeit in der NS-Rüstungsproduktion – das KZ Mittelbau-Dora
Die Geschichte des KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen steht für die Untertageverlagerung der deutschen Rüstungsindustrie im Zuge des von Joseph Goebbels 1943 verkündeten »Totalen Krieges« und die systematische Ausbeutung von KZ-Zwangsarbeitern.
mehr lesenPorzellanfiguren aus Lippelsdorf – eine Familiengeschichte
Seit 140 Jahren wird in dem idyllisch gelegenen kleinen Ort Lippelsdorf Porzellan in Handarbeit gefertigt. Die Produktion überlebte die Verstaatlichung in der DDR und ist seit 1990 wieder als Familien- und heute auch als Schaubetrieb für Besucher geöffnet.
mehr lesenEs liegt im Paradies – das Ernst-Abbe-Sportfeld des FC Carl Zeiss Jena
Die Heimstatt des ruhmgebeutelten FC Carl Zeiss Jena ist ein Unikat. Der dreifache deutsche Meister (der DDR), der Europapokal-Finalist spielt weder in einem Stadion noch in einer Arena. Sein Domizil, 1924 eingeweiht, bleibt hoffentlich auf immer das »Ernst-Abbe-Sportfeld«.
mehr lesenRomantischer Blick auf eine Industriestadt
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Gera zur größten Industriestadt in Thüringen. Die Maler Heinrich und Theodor Fischer haben damals ihre Stadt porträtiert. Ihre Bilder zeigen einen idyllischen Ort des Bürgertums ohne Arbeiter und Schornsteine. Die Werke und ihre Wiedersprüche sind in der Ausstellung »Romantisches Gera« im Stadtmuseum zu sehen.
mehr lesenVom Deutschen Nationaltheater in Weimar zur pinkfarbenen Wollmütze
Im deutschen Nationaltheater in Weimar sprach Marie Juchacz 1919 als erste weibliche Parlamentarierin vor der Deutschen Nationalversammlung. Ihre Wahl war eine Errungenschaft der frühen Frauenrechtsbewegung.
mehr lesenDie Asche der ersten weiblichen Friedensnobelpreisträgerin in Gotha
Am 10. Dezember 1905 erhielt Bertha von Suttner als erste Frau den Friedensnobelpreis. Sie fand im thüringischen Gotha ihre letzte Ruhe – einem der wenigen Orte in Europa, an dem in ihrem Todesjahr 1914 durch die weltoffene Haltung der Ernestiner die Feuerbestattung möglich war.
mehr lesenWandervögel auf der Leuchtenburg
Die Leuchtenburg, heute als Königin des Saaletals bekannt, war früher ein berüchtigtes Zuchthaus und später Zentrum der Jugendbewegung. 1920 zog in die ehemalige Kaserne die erste Jugendherberge von Thüringen ein und mit ihr die Wandervögel. Der Bekannteste von ihnen war Muck Lamberty mit seiner Neuen Schar.
mehr lesenRefugium und Hort der Bildung – der Innenhof des Collegium Jenense
Am Fuße des Jentower mitten in der quirrligen Stadt: Glasfassaden und Beton bestimmen das Stadtbild in diesem Teil von Jena. Bis man durch den Torbogen in der Kollegiengasse Nr. 10 läuft. Der stille Innenhof des Collegium Jenense ist Gründungsort der Universität.
mehr lesenBei Ohrdruf wird wie wild gehämmert – der Tobiashammer
Wie Metallverarbeitung früher praktiziert wurde, kann heute nur noch selten anschaulich erlebt werden. Der Tobiashammer bei Ohrdruf verfügt über zahlreiche Hämmer, mit denen nach Belieben Metallteile bearbeitet werden können und erlaubt einen Blick in handwerkliche Schwerstarbeit vergangener Zeiten.
mehr lesenEine Schule für Frauen – auf Fröbels Spuren rund um Bad Liebenstein
Friedrich Fröbel – der geistige Vater des Kindergartens – ersann nicht nur neue Ansätze zur frühkindlichen Bildung. In einer Schule für Erzieherinnen im Schlösschen Marienthal bei Bad Liebenstein ermöglichte er Frauen eine Ausbildung und trug so zu deren Emanzipation im 19. Jahrhundert bei. Ein Rundwanderweg durch die Stadt führt an diesem und weiteren Fröbel-Orten vorbei.
mehr lesenDer Kalif Storch – anders ausgehen in Erfurt
Der Kalif Storch hat der Erfurter Szene neues Leben eingehaucht. Seit Oktober 2015 betreiben Hubi, Dominik und Faber den Club am alten Erfurter Güterbahnhof. Auf demselben Gelände befindet sich auch der inzwischen überregional bekannte »Zughafen«, ein Musikstudio, in dem regionale Künstler wie Clueso und Marbert Rocel ihre Platten aufnehmen.
mehr lesenEin Ort fürs Miteinander – das Naturfreundehaus Thüringer Wald
»Berg frei!« hieß es in Thüringen erst wieder nach der Wende – in der DDR war der aus der Arbeiterbewegung heraus gegründete demokratische Verband für Natursport und Umweltschutz mit sozialem Anspruch verboten. In den Thüringer Ortsgruppen und im Naturfreundehaus Thüringer Wald in Gießübel wird Beteiligung, Vielfalt und Toleranz gelebt.
mehr lesenBraumanufaktur Schmalkalden – altes Braurecht neu belebt
Drei ambitionierte Hobbybierbrauer machten sich in Schmalkalden an die Wiederbelebung des historischen Braurechts. Und es sollte nicht »nur irgendein« Craftbeer werden – Broihahn, Mumme und Rotbier werden nach alten Rezepturen gebraut, die sich im Stadtarchiv fanden.
mehr lesen»Ah« und »Oh« vor Tübkes Weltbild im Panorama Museum
Im Bildsaal des Panorama Museums in Bad Frankenhausen befindet sich das monumentale Werk, man kann fast sagen: das »Weltbild« des Künstlers Werner Tübke. Über 3.000 Figuren und 75 Symbole finden sich in archetypischen Szenen der Menschheit. Die Besucher tauchen selbst ein in das Bild.
mehr lesenMilch & Moderne – der Milchhof Arnstadt
Bauliche Hinterlassenschaften der Moderne als kulturelles Erbe anzuerkennen, zu begreifen und zu pflegen, das hat sich in Arnstadt ein kleiner Kreis kulturell Engagierter zur Aufgabe gemacht und für den Erhalt des »Milchhofs« einen Verein gegründet
mehr lesenBildung für Alle – spielen, um zu lernen
Friedrich Fröbel gründete 1839 in Bad Blankenburg den ersten »Kindergarten« und entwickelte neue Methoden zur frühkindlichen Erziehung. Das Friedrich-Fröbel-Museum informiert mit Spiel- und Bildungsangeboten über den Menschen, seine Zeit und sein völlig neues pädagogisches Konzept, das von Thüringen aus die Welt eroberte.
mehr lesen»Alle Christen gehören zusammen« – das Allianzhaus in Bad Blankenburg
Das Allianzhaus hat viel dazu beigetragen, dass Bad Blankenburg heute weltweit bekannt ist. Seit dem Jahr 1886 treffen sich im Blankenburger Evangelischen Allianzhaus Christen aus verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen zu Allianzkonferenzen.
mehr lesenKleeblatt mit Rasthof – Automobilität und das Hermsdorfer Kreuz
Entlang alter Handelswege im Herzen Europas liegt das »Hermsdorfer Kreuz«. Die Bundesautobahnen A4 und A9 treffen hier aufeinander und sind über ein »Kleeblatt« miteinander verbunden. Daneben steht ein legendärer Rasthof.
mehr lesenNur ein Stück Papier – das Deutsche Versicherungsmuseum in Gotha
Der Versicherungsgedanke beschäftigte Menschen schon vor Jahrhunderten. Kaufleute in Venedig, Amsterdam, London versicherten ihre Schiffe gegen Sturm und Seeräuberei. Der Kaufmann Arnoldi gründete 1820 mit Gleichgesinnten aus vier deutschen Staaten eine eigene Feuerversicherung, mit Sitz in Gotha.
mehr lesenDas Dampflokwerk Meiningen – Fachwerkstatt mit Familienanschluss
Die Stadt Meiningen im Thüringer Wald hat sich weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Einmal durch ihr hervorragendes Theater, und zweitens durch ein über 100 Jahre altes Instandhaltungswerk für Dampflokomotiven.
mehr lesenZweigleisig unterwegs – die Erfurter »Bimmel« verbindet Transport und Sightseeing
Rund 145.000 Fahrgäste befördern die Erfurter Verkehrsbetriebe jeden Tag. Mit 6 Straßenbahnlinien, 79 Straßenbahnen und 194 Haltestellen ist das Straßenbahnnetz ausgesprochen gut ausgebaut. Die Bahnen fahren in gemütlichem Tempo unter anderem durch die engen Gassen der historischen Erfurter Altstadt.
mehr lesen»Gut Runst!« Wandern mit Tradition auf dem Rennsteig
Das Wandern als reines Vergnügen hat seinen Ursprung in der Zeit der Romantik. Ende des 19. Jahrhunderts machten es sich der Lehrer Ludwig Hertel zur Aufgabe einen Verein zu gründen, der sich der Erforschung und Erkundung, sowie der Kennzeichnung und Erwanderung des heute als »Rennsteig« bekannten Höhenweges des Thüringer Waldes widmete.
mehr lesenDie Talsperre Tambach-Dietharz – wandern in herrlicher Waldluft
Die älteste Trinkwassertalsperre Thüringens steht in Tambach-Dietharz, am Nordrand des Thüringer Waldes. Sie wurde 1905 vor allem für die Versorgung der Stadt Gotha fertiggestellt, wird von den Flüsschen Apfelstädt und Mittelwasser gespeist und erlaubt eine schöne Rundwanderung.
mehr lesenDer richtige Dreh führt zum Erfolg – Korkenzieher aus Steinbach-Hallenberg
Wer wissen möchte, wie früher Korkenzieher hergestellt wurden, der sollte sich ins südlich des Rennsteiges gelegene Steinbach-Hallenberg aufmachen. Malerisch eingebettet ins Haseltal und mit der Burgruine Hallenburg als Wahrzeichen, bietet dieses Städtchen vor allem ein sehenswertes Metallhandwerksmuseum.
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