Geschichte
Die Geschichte hat ihre Spuren hinterlassen in Brandenburg. Sie hat die Mentalität der Menschen geprägt. In diesem Kapitel führen dich die Scouts mit Vorschlägen für Ausflüge an Orte, die voll sind mit der Geschichte Brandenburgs und sie beschreiben, welche Wirkung diese Orte der Vergangenheit heute noch entfalten. Sichtbarstes Zeichen in Brandenburg sind die vielen Schlösser und Gutshäuser.
Es gibt jedoch nicht nur aristokratisch Glanzvolles, sondern auch Bedrückendes aus den Zeiten des Nationalsozialismus und des Mauerstreifens. Diese Orte lassen sich kaum in Worte fassen. Unsere Scouts versuchen es auf ihre Art. Und schließlich gibt es Verfallenes in diesem weiten, flachen Land, das gerade dabei ist, wieder neu aufzustehen und neu genutzt zu werden: Alte Fabrikgelände, verlassene Bahnhöfe und vieles mehr.
Eiscafé Mischka – Russischer Bär schleckt Eis im märkischen Sand
Das Eiscafé Mischka in Altes Lager hat die wechselhafte Ortsgeschichte überlebt. In dem einst mehrheitlich sowjetisch-russisch geprägten Ort gegründet, erfreuen sich nach dem Abzug der russischen Soldaten die zivilen Einwohner an den leckeren Eiskreationen.
mehr lesenPotsdams kontroverse sozialistische Mitte
Potsdams Stadtentwicklung ist dynamisch. Überall wird in der stetig wachsenden Stadt projektiert und gebaut – vor allem im historischen Stadtzentrum. Doch immer mehr Menschen sind die Planungen zu radikal.
mehr lesenEin Kleinod dörflichen Kirchenlebens in Langennaundorf
Die evangelischen Dorfkirche in Langennaundorf, einem Ortsteil der Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück, ist ein Kleinod dörflichen Kirchenlebens. Der Elster-Radweg führt hier ganz in der Nähe vorbei. Die barocke Innenausstattung der kleinen Kirche überrascht und rührt zugleich: So etwas erwartet man nicht hinter den schlichten Mauern des mittelalterlichen Baus.
mehr lesenMorgenspaziergang im Schlosspark Neuhausen
Dem Hinweisschild »Eingang Schlosspark« folge ich einem schmalen Pfad zwischen hohen Hecken entlang – und trete nach wenigen Metern aus einem Dorf am Rande der Prignitz in eine andere, verwunschene Welt hinein. Neuhausen war einst ein wichtiger Grenzpunkt der Prignitz.
mehr lesenEin Sohn der Stadt Bad Freienwalde
Beim Gang durch das sommerliche Bad Freienwalde kommt dem Autor der jüdische Arzt und Schriftsteller Hans Keilson in den Sinn. Dieser wurde 1909 hier geboren, seine Eltern betrieben in der Stadt ein Textilgeschäft.
mehr lesenDie Glienicker Brücke als Bridge of Spies
Die Glienicker Brücke zwischen Potsdam und Berlin-Wannsee ist als Brücke der Spione (Spionski Most/ Bridge of Spies) eines der Symbole für den Kalten Krieg zwischen den West-Mächten und dem Ost-Block. Mehrfach wurden an dem Grenzübergang zwischen der DDR und Westberlin Agenten ausgetauscht.
mehr lesenBad Saarow – geschichtsträchtiger Kurort am »Märkischen Meer«
Bad Saarow wurde 1906 als Landhaussiedlung geplant und in den Folgejahren zum Luftkur- und Seebadeort ausgebaut. Heute ist Bad Saarow wieder staatlich anerkanntes Heilbad mit einer gut besuchten Therme und zahlreichen Kurgästen und Sommerfrischlern.
mehr lesenAlpen auf märkischem Boden – die Tongruben von Glindow
Die Glindower Alpen bei Werder/Havel sind keineswegs ein Gebirge, wie der Name zunächst vermuten lässt, sondern eine eigentümliche Schluchten-Landschaft im Havelland. Durch jahrhundertelangen Tonabbau entstanden, sind sie heute ein Naturschutz- und beliebtes Wandergebiet.
mehr lesenOlympische Geisterstadt Elstal vor den Toren Berlins
Das olympische Dorf in Elstal bei Berlin-Spandau wurde von den Nationalsozialisten für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin erbaut. Zu DDR-Zeiten ist es von den sowjetischen Truppen genutzt worden.
mehr lesenStadion der Hüttenwerker – rostiger Glanz der alten Zeit
Vom großen Fußball, der in Eisenhüttenstadt einst gespielt wurde, ist nichts mehr zu spüren. Das einstige Stadion der Hüttenwerker fristet heute ein romantisch-marodes Dasein.
mehr lesenAuf Safari im Nuthe-Dschungel
Mitten im Potsdamer Stadtgebiet durchfließt die Nuthe einen Auenwald, an dessen Ufer sich Biber, Graureiher und Schildkröten entdecken lassen. Doch im Flussschlamm schlummern auch Gefahren.
mehr lesenKönigs Wusterhausen
Der Soldatenkönig beliebte den Herbst hier draußen zu verbringen, um zu jagen und um ungestört seinen Regierungsgeschäften nachzugehen. So wurde aus Wusterhausen schließlich auch (des) Königs Wusterhausen.
mehr lesenDas rote Sofa im Dorfladen von Altenhof am Werbellinsee
»Hausgemachten Kuchen haben wir da. Einen Saft dazu?« Das Café ist im Nebenraum des Dorfladens untergebracht. Altenhof liegt am südlichen Ufer des Werbellinsees im Biosphärenreservat Schorfheide. Die Häuser schmiegen sich an Hänge, die zum See hin abfallen.
mehr lesenDer Unterschied steckt im Detail – die Schwartzkopff-Siedlung Wildau
Die Schwartzkopff-Siedlung in Wildau, die auf Louis Schwartzkopff zurückgeht, den Gründer der Berliner Maschinenbau AG, die 1900 in Wildau eine große Eisenbahnfabrik errichtete. Diese Mischung aus Industriegeschichte und interessanter Architektur lassen mein Herz höher schlagen.
mehr lesenDurch Dünen und Denkmäler – die Oder auf der polnischen Seite zwischen Küstrin und Hohenwutzen
Entlang des Abschnitts des Oder-Neiße-Radwegs zwischen Kostrzyn (Küstrin) und Hohenwutzen liegt Siekierki (Zänkerisch). Auf der polnischen Seite der Oder erfährt man viel über die alte und neue Geschichte der Grenzregion zwischen Polen und Deutschland. Die 58 Kilometer lange Strecke ist außerdem landschaftlich eine schöne Abwechslung zum Oderbruch.
mehr lesenNoch ein Puzzlestück der Neumark – Słonsk (Sonnenburg)
Anfang des 19. Jahrhunderts verpasste der bekannte Architekt Schinkel der Johanniterkirche in Słonsk den markanten Turm, der in der Neumark Orientierung bietet in der ansonsten flachen Gegend rund um den Nationalpark Warthemündung.
mehr lesenVerschwundene Orte in der Lausitz
Der umfangreiche Tagebau im Lausitzer Braunkohlerevier trug seinen Teil zur Entwurzelung ganzer Bevölkerungsgruppen bei. Komplette Ortschaften fielen den riesigen Schaufelradbaggern zum Opfer. Dazu lohnt ein Besuch im „Archiv verschwundener Orte“ in Forst.
mehr lesenZu den ersten Siedlern im Oderbruch zwischen Groß Neuendorf und Hohenwutzen
Auf der 58 Kilometer langen Strecke durch das Oderbruch über Neulietzegöricke und Altranft, fährst durch die ältesten Ansiedlungen im Oderbruch. Dort, wo vorher Malaria in den Sümpfen herrschte, ließ Friedrich der Große das Land trockenlegen, heute queren hier Kanäle und Obstbaumalleen intensiv genutzte Landwirtschaftsflächen.
mehr lesenDie Paulinenhofsiedlung
Das Bauprojekt der 1920er Jahre setzt architektonische Akzente und ist ein Beispiel detaillierter Stadtplanung mit Häusern, Straßen, Gärten und öffentlichen Plätzen. Dieses kunstvolle urbane Gesamtkonzept der Paulinenhofsiedlung war herausragendend für seine Zeit und dessen Idee wäre es wohl auch heute noch.
mehr lesenNeuzelle – auf ein kühles Bier in der Klosterbrauerei
Wenn du in den flachen Feldlandschaften zwischen Guben und Eisenhüttenstadt etwas Abwechslung suchst, sowohl kulturell als auch landschaftlich, dann bietet sich ein 15 Kilometer langer Abstecher zum Kloster Neuzelle an.
mehr lesenDom und Torte in Fürstenwalde
Ich fahre zum ersten Mal mit dem Auto nach Fürstenwalde. »Domstadt« nennt sich es sich auf dem Ortseingangsschild, ein ungewöhnlicher Beiname für eine kleine Brandenburger Stadt.
mehr lesenDer Waldfriedhof Halbe erinnert an die Schrecken des Zweiten Weltkrieges
Da stehe ich nun. Auf dem Parkplatz des Soldatenfriedhofes Halbe, an einem kalten Novembertag. Im Gebiet um Halbe fand Ende April 1945 eine der letzten entscheidenden Schlachten des Zweiten Weltkrieges statt, die schließlich die Niederlage der Deutschen besiegelte.
mehr lesenSchloss Schulzendorf am Stadtrand von Berlin
Das alte Schulzendorf wird vom sogenannten »Schloss« dominiert, das zwei eigenartige architektonische Elemente besitzt. Auch die Backsteinfassade des Hauses hat mich neugierig auf die Geschichte dieses ungewöhnlichen Hauses gemacht.
mehr lesenRundgang durch die Messingwerksiedlung Eberswalde-Finow
Eberswalde ist bekannt für seine industrielle Vergangenheit. Das bedeutendste Relikt seiner ehemaligen Industriekultur ist für mich die Messingwerksiedlung.
mehr lesenWo Studierende sich wie Könige fühlen – der Campus am Neuen Palais
Direkt gegenüber der Universität liegt das Neue Palais, ein imposantes preußisches Barock-Schloss, das Friedrich der Große 1763 für die Gäste seines Hofes erbauen ließ.
mehr lesenZurück in die Moderne – eine Zeitreise in Eisenhüttenstadt
Eisenhüttenstadt entstand als sozialistische Planstadt in den 1950er Jahren und ist heute das größte zusammenhängende Denkmalschutzgebiet Deutschlands. Wer sich für Architektur und Stadtplanung interessiert, für den ist Eisenhüttenstadt Pflicht.
mehr lesenBlick über Jüterbog und die flachen Weiten des Flämings
Wie hat sich die Stadt seit deiner Schulzeit aus deiner Sicht verändert?
Nach der Wende ist die Stadt Stück für Stück saniert worden. Jetzt erstrahlen die mittelalterlichen Fachwerkhäuser innerhalb der Stadtmauern wieder in altem Glanz. Die Straßen sind gepflastert, nicht mehr geteert, und ich kann jederzeit Bananen kaufen.
Skurriler Charme – unterwegs in Alt-Lübars
Lübars ist auf Grund seiner Geschichte ein kleines Reservat geworden. Innerhalb des eingemauerten Westberlins war es so ziemlich die einzige landwirtschaftliche Enklave in der Stadt und ganze Schuljahrgänge fuhren hierher auf ihren Ausflügen, um Bauern bei der Arbeit zuzuschauen.
mehr lesenAlles Freundschaft – das Stadion von Energie Cottbus
Eine ortstypische Namensgebung betrifft das Wort „Freundschaft“. Da wurde aus dem Vollen geschöpft: In praktisch jedem brandenburgischen Dorf gibt es sie, die Straße der Freundschaft. Auch wenn es nur eine im Dorf gibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das die Straße der Freundschaft ist.
mehr lesenIndustriebauten aus Backstein – neuer Aufbruch im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
Bewegt man sich durch ehemals prosperierende Städte im Land Brandenburg, tauchen sie immer wieder entlang des Weges auf. Mal mit blinden Fensteröffnungen, Einladungen für „Urban Exploring“, mal herausgeputzt und für einen neuen Zweck restauriert. Industrielle Klinkerbauten, meist entstanden um die Wende zum 19. Jahrhundert.
mehr lesenIn Wustrau auf den Spuren preußischer Geschichte
Das Dorf Wustrau, an der Südspitze des Ruppiner Sees, hat eine besondere Atmosphäre, ich habe es gleich bei meinem ersten Besuch bemerkt. Im Constance-Haus treffe ich Ingelore Radke, die in diesen wunderschönen Räumlichkeiten ihr Café Constance betreibt.
mehr lesenZechlinerhütte
Bisher kannte ich das Dörfchen Zechlinerhütte nur von der Durchreise mit dem Faltboot. Das geht beim Paddeln sicher den meisten so: Im Gedächtnis bleiben die Uferlandschaft, wahlweise im Sonnenschein, oder ein durch Regen verschleierter Ausblick auf den Wald. Auf der Straße sind es vom Dorf aus knapp sieben Kilometer bis nach Rheinsberg.
mehr lesenNeuruppin. Zwischen Schinkel und Fontane
Theodor Fontane — überall in der Stadt, überlebensgroß, vielfarbig. Ob sich der alte Dichter so gefallen hätte? Diese Aufmachung holt den viel geehrten Sohn der Stadt, wie altmodische Floskeln versichern, ins zeitgenössische Neuruppin: Fontane-Festspiele. Literatur, Theater, Musik und viele, viele Menschen.
mehr lesenZeitreise Ziegeleipark Mildenberg
Die großen, markant geformten Ziegelbauten mit ihren Schornsteinen faszinieren: Ringöfen genannt. Im Museumshafen liegt ein Lastkahn. Früher tummelten sich sicher Dutzende hier. Ein kleiner Zug mit Loren steht gegenüber. Um alles genau kennenzulernen, braucht es Zeit.
mehr lesenDichtung und Wahrheit — Kloster Lindow
Wer Fontane liest, kennt diese Klosterruine. Zumindest literarisch. Denn in Fontanes Roman »Der Stechlin« gibt es ein Kloster Wutz, dessen Vorbild das alte Zisterzienserinnenkloster Lindow ist. Dass dieser Ort aber so romantisch ist, hatte ich nicht erwartet.
mehr lesenAlt Ruppin oder wo sind die Gurken?
Aufs Zimmer und dann noch eine Runde drehen. Eine Backsteinkirche markiert die Ortsmitte. Sie hat einen ungewöhnlich hoch aufragenden Glockenturm mit einer großen Uhr. Riesige goldene Zeiger verkünden die Zeit. Dabei ist alles so still, da müssten doch die Uhren langsamer gehen.
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